Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls
nach Nathaniel Branden
Definition
Das Selbstwertgefühl ist die Erfahrung, dass wir uns dem Leben und all seinen Herausforderungen gewachsen fühlen.
Konkret:
• Das Vertrauen auf unsere Fähigkeit zu denken, das Vertrauen auf unsere Fähigkeit, mit den grundlegenden Herausforderungen des Lebens fertig zu werden
• Das Vertrauen auf unser Recht, erfolgreich und glücklich zu sein, das Vertrauen auf das Gefühl, es wert zu sein, es zu verdienen und einen Anspruch darauf zu haben, unsere Bedürfnisse und Wünsche geltend zu machen, unsere Wertvorstellungen zu verwirklichen und die Früchte unserer Bemühungen zu genießen.
• Hinter dem Selbstwertgefühl steht eine Leistung!
• Das Vertrauen auf den eigenen Verstand und das Wissen, dass man es wert ist, glücklich zu sein, sind die Essenz des Selbstwertgefühls.
• Das Selbstwertgefühl ist eine treibende Kraft und es wird dadurch beeinflusst, wie wir handeln.
• Es ist ein wechselseitiger Effekt von Ursache und Wirkung: Das Niveau unseres Selbstwertgefühls hat Einfluss darauf, wie wir handeln und wie wir handeln, hat Einfluss auf unser Selbstwertgefühl.
Die Bedeutung des Selbstwertgefühls
• Das Selbstwertgefühl ist die Disposition, sich selbst als kompetent im Umgang mit den grundlegenden Herausforderungen des Lebens zu erfahren und dass man es wert ist und es verdient, glücklich zu sein.
• Ein Ziel, das man nicht vor Augen hat, kann man schwerlich erreichen. Wenn wir nur vage Vorstellungen vom Selbstwertgefühl haben, werden auch die Mittel vage sein, mit denen wir versu-chen, daran zu arbeiten. Wenn wir unsere Begeisterung für das Selbstwertgefühl nicht mit einer gewissen intellektuellen Strenge kombinieren, laufen wir nicht nur Gefahr, keine lohnenswerten Er-gebnisse zu erzielen, sondern darüber hinaus auch das ganze Thema zu diskreditieren.
• Ein hohes Selbstwertgefühl ist gleichbedeutend mit dem sicheren Gefühl, im Einklang mit dem Leben zu sein und in dieses Leben zu passen. Es ist gleichbedeutend mit dem Gewühl der eigenen Kompetenz und Wertigkeit. Und ein geringes Selbstwertgefühl ist entsprechend gleichbedeutend mit dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, dass man nicht recht in dieses Leben passt, nicht nur unter einem bestimmten Aspekt, sondern auch generell als Person. Und ein durchschnittliches Selbstwertgefühl zu haben bedeutet, zwischen diesen Gefühlen zu schwanken – den Gefühlen, in dieses Leben zu passen und nicht in dieses Leben zu passen, sich als Person passend oder unpassend zu fühlen.
Die Wurzel unseres Selbstwertgefühl-Bedürfnisses
Die Natur hat uns eine außerordentliche Verantwortung übertragen: Die Option, das Scheinwerferlicht des Bewusstseins heller zu stellen oder zu dimmen. Es ist die Option, nach Bewusstheit zu streben oder sich nicht darum zu kümmern oder sie bewusst zu meiden. Es ist die Option, zu denken oder nicht zu denken. Und das ist die Wurzel unserer Freiheit und unserer Verantwortung.
Unsere Wahlen, wie wir unser Bewusstsein nutzen, haben gewaltige Folgen für unser Leben im Allgemeinen und für unser Selbstwertgefühl im Besonderen:
• Auf das Bewusstsein konzentrieren versus nicht auf das Bewusstsein konzentrieren
• Denken versus nicht denken
• Bewusstheit versus Unbewusstheit
• Klarheit versus Unklarheit oder Vagheit
• Beachtung der Realität versus Außerachtlassen der Realität
• Beachtung der Tatsachen versus Gleichgültigkeit gegenüber den Tatsachen
• Der Wahrheit Rechnung tragen versus Verwerfen der Wahrheit
• Beharrlichkeit in dem Bemühen, etwas verstehen zu wollen versus Verzicht auf dieses Bemühen
• Getreu unseren Überzeugungen handeln versus Verrat an unseren Überzeugungen – die Frage der Integrität
• Ehrlichkeit gegenüber dem Selbst versus Unehrlichkeit
• Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst versus Meiden der Beschäftigung mit dem eigenen Selbst
• Empfänglichkeit für neues Wissen versus Verschlossenheit und Engstirnigkeit
• Die Bereitschaft, Fehler zu erkennen und zu korrigieren versus Festhalten an den Fehlern
• Sorge um Übereinstimmung (Konsistenz) im Handeln und Denken versus Übergehen von Widersprüchen
• Vernunft versus Unvernunft, Respektieren von Logik, Konsistenz, Kohärenz und Beweisen versus Nichtbeachten dieser Faktoren oder Hinwegsetzen über diese Faktoren
• Der Verantwortung des Bewusstseins Rechnung tragen versus Missachtung dieser Verantwortung
Wertigkeit
• Selbstachtung ist die Überzeugung von unserem eigenen Wert. Sie ist weder vergleichend noch konkurrenzorientiert. Sie ist die Überzeugung, dass unser Leben und Wohlbefinden es wert sind, durch unser Handeln unterstützt, geschützt und gefördert zu werden. Sie ist die Überzeugung, dass unser Glück und unsere persönliche Erfüllung wichtig genug sind, um dafür zu arbeiten.
• Selbstachtung liegt in unserem eigenen handeln, in der Befriedigung, die wir aus moralischen Entscheidungen beziehen - die einen besonderen Aspekt der Befriedigung darstellt, die wir aus unseren mentalen Prozessen gewinnen.
• Es gibt Menschen, die von ihrer Kompetenz weitaus überzeugter sind, als von ihrem Recht, glücklich zu sein. Hier fehlt ein Aspekt der Selbstachtung. Solche Personen können sehr viel erreichen, es fehlt ihnen aber die Fähigkeit, das Erreichte zu genießen. Hier ist das Gefühl der persönlichen Wertigkeit, das diese Freude unterstützen und sanktionieren würde, zumindest verletzt und gemindert, sofern es nicht sogar ganz fehlt.
• Wir brauchen das Gefühl, dass wir es wert sind und die Belohnungen verdienen, die aus unserem Handeln erwachsen. Ohne diese Überzeugung wissen wir nicht, wie wir uns um uns selbst kümmern, unsere legitimen Interessen schützen, unsere Bedürfnisse befriedigen oder unsere Leistungen genießen können.
• Gut sein als Person heißt, Glück und Erfolg verdient zu haben.
• Wir müssen uns selbst vertrauen und bewundern und dieses Vertrauen und Bewunderung müssen in der Realität verankert und dürfen nicht das Ergebnis unserer Phantasie oder einer Selbsttäuschung sein.
Drei Grundssätze:
1. Wenn wir uns selbst achten, handeln wir in der Regel auch so, dass diese Achtung bestätigt und verstärkt wird; die Art wie wir handeln, verlangt von anderen, in angemessener Weise mit uns umzugehen.
2. Wenn wir uns selbst nicht achten, handeln wir in der Regel auch so, dass unser Selbstwertgefühl noch weiter gemindert wird; wir akzeptieren und sanktionieren, dass andere sich uns gegenüber unangemessen verhalten; und wir bestätigen und verstärken damit unsere Negativität.
3. Wenn wir unsere Selbstachtung erhöhen möchten, müssen wir so handeln, dass sie durch unser Handeln erhöht wird. Der erste Schritt dazu ist, dass wir uns zu unserem Wert als Person bekennen – und das wird in unserem Verhalten entsprechend zum Ausdruck kommen.
Kompetenz
Selbst-Wirksamkeit (Kompetenz) ist das Vertrauen in die in unserem Innern ablaufenden Prozesse – und infolgedessen die Disposition für die Erwartung, dass unsere Bemühungen mit Erfolg belohnt werden.
Stolz
• Beim Stolz handelt es sich um die konkretere, bewusste Freude, die wir aufgrund unserer Handlungen und Leistungen an uns selbst haben.
• Authentischer Stolz hat nichts mit Prahlen oder Arroganz zu tun. Er hat eine völlig andere Wurzel. Seine Quelle ist nicht Leere, sondern Befriedigung. Er ist nicht darauf aus, etwas zu beweisen, sondern zu genießen.
• Stolz ist die emotionale Belohnung für Leistung.
• Wenn jemand seine Leistungen nicht genießen kann, dann kann es nützlich sein zu fragen: „Wer hat Deine Ziele gewählt? Du oder die Stimme irgendeiner andern wichtigen Person in Deinem Inneren?“ Aus zweiter Hand oktroyierte Werte, die nicht widerspiegeln, wer wir wirklich sind, sind weder dem Stolz noch dem Selbstwertgefühl dienlich.
• Gibt es irgendetwas, das mehr Mut erfordert, gibt es irgendetwas, das eine größere Herausforderung darstellt und vielleicht auch erschreckender ist, als nach unseren eigenen Vorstellungen, nach unserem eigenen Urteil und nach unseren eigenen Werten zu leben?
Die Illusion eines Selbstwertgefühls
• Grundlage und Motor eines mangelhaften Selbstwertgefühls ist nicht die Zuversicht, sondern die Furcht. Das grundlegende Ziel ist, nicht zu leben, sondern dem Schrecken des Lebens zu entfliehen. Der alles beherrschende Wunsch ist nicht die Kreativität, sondern die Sicherheit. Und was wir bei an-dern suchen, ist nicht die Chance zu wirklichen Kontakten, sondern dass sie uns die Flucht vor moralischen Werten ermöglichen und das Versprechen geben, uns zu verzeihen, uns zu akzeptieren und sich auf einer gewissen Ebene um uns zu kümmern.
• Ein Individuum ist soweit gesund, wie es sich im Grundsatz von dem Motiv der Zuversicht leiten lässt (das in der Liebe zum Selbst und in der Liebe zum Leben zum Ausdruck kommt).
• Das Selbstwertgefühl ist das, was ich über mich denke und für mich empfinde und nicht, was eine andere Person über mich denkt und für mich empfindet.
• Ein positives Selbstwertgefühl ist am besten als geistige Errungenschaft zu sehen.
Unser Handeln
• Jeder Wert, der mit dem Leben zu tun hat, erfordert Handeln. Das Leben ist ein Prozess selbst erzeugten und selbst erhaltenden Handelns.
• Was der Einzelne im Rahmen seiner Kenntnisse und Werte tut, ist ausschlaggebend für das Niveau des Selbstwertgefühls. Und da das Handeln in der Welt ein Spiegel des Handelns im Verstand des Einzelnen ist, sind es die „inneren Prozesse“, die ausschlaggebend sind.
• Das Bewusstsein ist ein Kontinuum – es existiert auf vielen Ebenen. Ein Problem, das auf der einen Ebene nicht gelöst wird, kann die Operationen auf einer anderen Ebene stören.
• Die Satzergänzungsmethode spielt eine entscheidende Rolle, wenn man feststellen will, welche Dinge im Einzelnen das Selbstwertgefühl steigern oder mindern.
• Da das Selbstwertgefühl eine Konsequenz ist, ein Produkt der im Innern erzeugten Praktiken, können wir nicht direkt am Selbstwertgefühl arbeiten, weder an unserem eigenen, noch an dem anderer. Dazu müssen wir an die Quelle gehen. Wenn wir verstehen, um welche Praktiken es sich handelt, können wir sie bei uns gezielt initiieren.
Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls
1. BEWUSST leben
2. Sich selbst ANNEHMEN
3. EIGENVERANTWORTLICH leben
4. Sich selbstsicher BEHAUPTEN
5. ZIELGERICHTET leben
6. Persönliche INTEGRITÄT
01 | BEWUSST leben
• Zunehmende Reife setzen wir gleich mit einem weitreichenderem Vorstellungsvermögen, größerer Bewusstheit und höherem Bewusstsein.
• Bewusstsein bedeutet: der Zustand, sich eines Aspektes der Wirklichkeit bewusst zu sein. Es ist eine Fähigkeit, sich Dinge bewusst zu machen und das Handeln entsprechend auszurichten.
• Bei der spezifisch menschlichen Form des Bewusstseins, mit ihrer Fähigkeit zu konzeptionellem und abstraktem Denken, sprechen wir vom Verstand. Für uns Menschen ist das Bewusstsein eine Frage des Willens. Wir können uns nicht kompetent fühlen und unseren Wert schätzen, wenn wir ein Leben in geistiger Umnachtung führen. Die einfachste Form des Verrats ist die, Tatsachen auszuweichen, die uns nicht passen.
• Bewusst leben heißt, eine Bewusstheit von allem zu haben, was mit unseren Handlungen, Absichten, Werten und Zielen zu tun hat – nach besten Kräften, entsprechend unseren Fähigkeiten – und uns in unserem erhalten von dem leiten zu lassen, was wir sehen und wissen.
• Es liegt in der Natur des menschlichen Lernens, dass wir neu erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten sozusagen automatisieren. Einmal erworben, verlangen sie nicht mehr ständig die ausdrückliche Bewusstheitsebene, die in der Lernphase erforderlich war.
• Bewusst leben heißt nicht, dass man sich ständig im gleichen geistigen Zustand befindet. Es heißt viel-mehr, dass man sich in dem Zustand befindet, der dem, was man tut, angemessen ist. Nur der Rahmen (Kontext) kann entscheiden, welcher Geisteszustand angemessen ist.
• Aufgrund der zahlreichen Dinge, derer wir uns theoretisch in der Welt bewusst sein können, bedingt die Bewusstheit zwangsläufig einen Selektionsprozess. Die jeweiligen Absichten und Werte diktieren den Maßstab bei der Selektion.
• Bewusst leben heißt, die Tatsachen der Realität zu respektieren. Dazu gehören die Tatsachen unserer inneren Welt (Bedürfnisse, Emotionen, Wünsche) wie auch der äußeren Welt.
• Bewusst leben heißt, dass wir die subjektive und objektive Sicht der Dinge nicht verwechseln. Wir unterstellen nicht, dass unsere Gefühle ein unfehlbarer Gradmesser für die Wahrheit sind. Wir können aus unseren Gefühlen lernen und sie können uns sogar auf wichtige Tatsachen aufmerksam machen. Dazu kommen muss jedoch, dass wir darüber nachdenken und diese Tatsachen an der Realität prüfen – das heißt, dass wir die Vernunft beteiligen.
• Die Grundlage des Bewusstseins schlechthin ist ein Verstand, der aktiv statt passiv ist. Dahinter steht die Entscheidung zu denken, nach Bewusstsein zu streben, verstehen, wissen, Klarheit gewinnen wollen. Zu dieser Einstellung gehört die Tugend, eigenverantwortlich zu leben.
• Die Hauptbeschäftigung des Kindes ist es, zu lernen. Diese Einstellung bis ins Erwachsenen alter zu bewahren, so dass das Bewusstsein nicht als Last, sondern als Quelle der Freude empfunden wird, ist das Kennzeichen einer positiven Entwicklung.
• Zu der Idee, bewusst zu leben, gehört, dass man in der Gegenwart lebt – gegenwärtig ist bei dem, was man tut.
• Wir unterscheiden zwischen Tatsachen, Interpretationen und Emotionen: Was ich wahrnehme, wie ich das Wahrgenommene interpretiere und was ich in diesem Zusammenhang fühle, sind drei völlig verschiedene Fragen. Wenn wir dazwischen nicht unterscheiden, wird unsere Verankerung in der Realität der erste Stolperstein sein.
• Es ist erforderlich, dass wir uns gegenüber erbarmungslos ehrlich sind, dass wir Impulse zur Kenntnis nehmen und uns ihnen stellen, statt unangenehmen oder bedrohlichen Realitäten auszuweichen oder sie zu leugnen.
• Es besteht manchmal eine große Kluft zwischen dem, was vorgeblich unser Ziel und unsere Absicht ist und dem, wie wir unser Zeit und Energie investieren. Bewusst leben heißt, darauf zu achten, dass das Handeln den Zielen entspricht, so dass wir Abweichungen erkennen können. Und im Falle von Abweichungen sind entweder die Handlungen oder die Ziele neu zu überdenken. Neue Informationen können eine Anpassung unserer Pläne und Absichten erforderlich machen.
• Ein Geschäftsführer, der auf einem hohen Bewusstseinsniveau operiert, plant für den Markt von morgen. Ein Manager, der auf einem eher mittelmäßigen Niveau operiert, lässt sich von der heutigen Marktsituation leiten. Und derjenige, der auf einem niedrigen Niveau operiert, merkt vielleicht nicht einmal, dass er sich immer noch an gestern orientiert.
• Wenn wir uns bemühen, etwas zu verstehen und beherrschen zu lernen, treffen wir gelegentlich auf Schwierigkeiten. Wir haben dann die Wahl, durchzuhalten oder aufzugeben. Wenn wir willentlich beharrlich bleiben wollen und auf ein Hindernis stoßen, das wir scheinbar nicht wegräumen können, bleibt die Möglichkeit, erst einmal eine kurze Pause einzulegen oder es mit einem neuen Ansatz zu versuchen. Entscheidend ist, dass wir nicht resignieren. Die Welt gehört denjenigen, die beharrlich sind.
• Zum bewussten Leben gehört, dass wir uns der Wahrheit verpflichtet fühlen und nicht um jeden Preis Recht behalten wollen. Das ist Priorität Nummer eins.
• Zum bewussten Leben gehört der Wunsch, die eigene Umwelt in ihrer Gesamtheit zu verstehen.
• Es ist wichtig, unsere innere Realität kennen zu lernen: die Realität der Bedürfnisse, Gefühle, Ambitionen und Motive, so dass wir uns selbst nicht fremd oder ein Geheimnis sind.
• Hinter jeder Abhängigkeit steht die Meidung des Bewusstseins, die Absicht, Angst und Schmerz zu lindern, der Bewusstheit der Gefühle der Machtlosigkeit und Verzweiflung zu entfliehen. Es ist die Meidung der Auseinandersetzung mit einem unverträglichen Lebensstil, der nur durch die Einnahme der Stimulanzien gewahrt werden kann. Für den Abhängigen ist das Bewusstsein ein Feind (wenn ich im Grunde weiß, dass z.B. Alkohol für mich gefährlich ist und ich trinke dennoch, so muss ich als erstes mein Bewusstsein ausschalten – die Selbstzerstörung funktioniert am besten im Dunkeln).
• Blockierte und unterdrückte Gefühle finden körperlich ihren Ausdruck. Eingeschränkte Atmung und Muskelverspannungen sind das Ergebnis. Sofern diese Blockaden sich wiederholen oder gar zum Dauerzustand werden, werden sie Teil der Körperstruktur = „Panzerung des Körpers“. Durch eine flache Atmung und eine minimale Muskelanspannung wird der Fluss der Gefühle blockiert und das Bewusstsein entsprechend reduziert. Körpertherapien befreien die Atmung und lösen Verspannungen, so dass der Klient mehr fühlt und eine höhere Bewusstheit hat. Die Befreiung des Körpers trägt zur Befreiung des Geistes bei.
• Wir schenken manchen Bereichen unseres Lebens mehr Bewusstsein als anderen. Wir können das daran erkennen, in welchen Bereichen unser Leben unbefriedigend ist oder wo wir nicht effektiv sind.
02 | Sich SELBST ANNEHMEN
• Wer sich nicht selbst annimmt, kann kein Selbstwertgefühl haben. Selbstannahme und Selbstwertgefühl sind sogar so eng miteinander verknüpft, dass beide gelegentlich miteinander verwechselt werden. Während das Selbstwertgefühl etwas ist, was wir erfahren, ist die Selbstannahme etwas, was wir tun.
• Manche Menschen lehnen sich auf einer so tief sitzenden Ebene selbst ab, dass es keinen Sinn hat, auf ein Wachstum hinzuarbeiten, so lange dieses Problem nicht gelöst ist. Was ein effizienter Psychotherapeut bei einer Person mit einem mangelhaften Selbstwertgefühl zu wecken versucht ist, die Einstellung ,sich in einem grundlegenden Sinne selbst anzunehmen. Der erste Akt der Selbstbejahung ist die Grundlage, auf der sich ein Selbstwertgefühl entwickeln kann. Das erste Opfer fehlender Selbstannahme ist das Selbstwertgefühl.
• Die Selbstannahme ist die Bereitschaft, die Tatsachen unseres Seins in einem bestimmten Moment zu erfahren und uns nicht davon zu distanzieren (uns selbst ohne zu leugnen oder Ausflüchte zu finden wahrzunehmen).
• Die Bereitschaft, unsere Gefühle zu erfahren und zu akzeptieren, bedingt nicht, dass unsere Emotionen bei dem, was wir tun, das letzte Wort haben – wir können diese Gefühle erkennen, erfahren und akzeptieren und dennoch zur Arbeit gehen. Das Ergebnis ist, dass wir mit einem klareren Bewusstsein arbeiten, weil wir den Tag nicht mit einem Selbstbetrug begonnen haben. Wenn wir uns auf negative Gefühle voll einlassen, sie erfahren und akzeptieren, ist es uns oft möglich, sie loszulassen.
• Zur Selbstannahme gehört die Idee des Mitgefühls, sich selbst ein Freund zu sein. Wir können irgendetwas, was wir getan haben, verurteilen und dennoch aus einem mitfühlenden Interesse heraus die Motive hinterfragen, die uns dazu veranlasst haben. Nachdem wir die Verantwortung für das, was wir getan haben, übernommen haben, können wir tiefer an die Hintergründe herangehen. Welche Fehler oder Unzulänglichkeiten wir haben, wir akzeptieren uns vorbehaltlos und ganz.
• Wenn wir ein Gefühl (oder einen Gedanken oder eine Erinnerung) nicht akzeptieren können, dann sollten wir unseren Widerstand akzeptieren und nicht versuchen, eine Blockade zu blockieren. Wir beginnen damit, dass wir akzeptieren wo wir sind. D.h. im Jetzt gegenwärtig sein und dieses Jetzt ganz erfahren. Wenn wir diesem Widerstand auf der bewussten Ebene begegnen, wird er sich in der Regel allmählich verflüchtigen. Wenn wir also unseren Widerstand anerkennen, zulassen und akzeptieren, so erleben wir ein seltsames Paradox: Der Widerstand bricht allmählich. Wenn wir gegen eine Blockade kämpfen, wird sie stärker. Wenn wir sie anerkennen, zulassen und annehmen, wird sie allmählich schmelzen, weil sie nur Bestand haben kann, wenn wir fortwährend dagegen ankämpfen. Die Annahme dessen, was ist, ist die Voraussetzung für Veränderungen. Und wenn ich das, was ist, leugne, bleibe ich festgefahren.
03 | EIGENVERANTWORTLICH leben
• Eigenverantwortliches Handeln ist ein Spiegel oder Ausdruck des Selbstwertgefühls.
• Die Dinge, die das Selbstwertgefühl erzeugen, sind gleichzeitig auch ein natürlicher Ausdruck und eine natürliche Konsequenz des Selbstwertgefühls.
• Niemand ist es uns schuldig, dass unsere Wünsche erfüllt werden. Wir haben keinen Anspruch auf das Leben oder die Energie anderer.
• Wenn wir nicht willens und bereit sind, die Verantwortung für die Erfüllung unserer Wünsche zu übernehmen, dann sind es keine wirklichen Wünsche, sondern nur Tagträume. Jeder ernst gemeinte Wunsch setzt voraus, dass wir realistisch die Frage beantworten können: Was bin ich bereit zu tun, um das zu bekommen, was ich mir wünsche?
• Verantwortlich sein bedeutet nicht, dass wir uns als Sündenbock hinstellen und uns moralische Vorhaltungen oder Schuldgefühle aufladen lassen. Sondern: Dass wir als die verantwortliche treibende Kraft in unserem Leben und Verhalten auftreten. Wenn es meine Entscheidungen und meine Handlungen sind, so bin ich die Quelle. Zu dieser Tatsache müssen wir uns bekennen.
• Wir sind verantwortlich für das Maß an Bewusstsein, das wir unseren Beziehungen entgegenbringen (registrieren wir, inwieweit der andere von dem, was ich sage und tue, betroffen ist?).
• Wir weichen unserer Verantwortung aus, wenn wir versuchen, anderen die Schuld für unsere Handlungen zu geben.
• Es liegt in unserer Verantwortung, ob die Zeit und Energie, die wir im Einzelnen investieren, gemessen an unseren Wertvorstellungen angemessen sind oder nicht.
• Wir sind verantwortlich für die Qualität unserer Botschaften, dass wir überprüfen, ob derjenige, der mir zuhört, mich verstanden hat.
• Wir sind verantwortlich für unser persönliches Glück. Ein Zeichen fehlender Reife ist die Überzeugung, dass es die Aufgabe eines anderen Menschen sei, mich glücklich zu machen. Wenn wir die Verantwortung für unser Glück übernehmen, gewinnen wir an Stärke und Kraft. Damit nehmen wir unser Leben wieder selbst in die Hand. Ehe ich diese Verantwortung übernehme, stelle ich sie mir als Belastung vor und am Ende stelle ich fest, dass sie mich befreit.
• Wenn wir bereit sind anzuerkennen, dass unsere Werthaltungen im Wesentlichen eine Frage der Wahl und Entscheidung sind, dann können wir unsere Werte neu in Augenschein nehmen. Auch hier befreit uns die Übernahme der Verantwortung.
• Das Selbstwertgefühl ist kein Geschenk, das ein anderer Mensch mir machen kann. Es wird in meinem Inneren erzeugt. Passiv darauf zu warten, dass irgendetwas geschieht, das mein Selbstwertgefühl erhöht, heißt, dass ich mich zu lebenslänglichen Frustrationen verurteile. Wir müssen uns selbst um unser Selbstwertgefühl kümmern, unsere Talente nutzen, unsere Stärken nicht unter den Scheffel stellen, nicht gedankenlos und ziellos und ohne Integrität leben.
• Ich setze mein Selbstwertgefühl aufs Spiel, wenn wir uns für Dinge verantwortlich fühlen, die sich unserer Kontrolle und Macht entziehen, da wir zwangsläufig unseren Erwartungen nicht gerecht werden können. Wir setzen unser Selbstwertgefühl aufs Spiel, wenn wir die Verantwortung für Dinge leugnen, die sehr wohl innerhalb unseres Kontrollvermögens liegen. Wir müssen zwischen beiden Bereichen unterscheiden!
• In dem Maße, wie wir unseren Verantwortlichkeiten ausweichen, verletzen wir unser Selbstwertgefühl. Mit der Übernahme unserer Verantwortung bauen wir unser Selbstwertgefühl auf.
• Ohne produktive Ziele und produktive Anstrengungen bleiben wir Kinder. Eigenverantwortlichkeit kommt durch eine aktive Lebenseinstellung zum Ausdruck. Selbständigkeit ist nicht ohne Arbeit zu erreichen.
• Zu einem aktiven Leben gehört selbständiges Denken – im Gegensatz zu einer passiven Konformität gegenüber den Meinungen anderer. Wir können entweder den eigenen Verstand nutzen oder anderen die Verantwortung überlassen, Dinge zu wissen und zu bewerten und ihre Urteile dann mehr oder weniger unkritisch übernehmen. Selbständiges Denken stärkt das Selbstwertgefühl.
• Mit der Übernahme der Verantwortung für unser eigenes Dasein erkennen wir gleichzeitig auch den Umstand an, dass andere nicht unsere Diener und nicht dazu da sind, unsere Bedürfnisse zu befriedigen.
• Zum Prinzip der Eigenverantwortlichkeit gehört die Regel, nie jemanden zu bitten, gegen sein Eigeninteresse zu handeln – gegen das, was der Betreffende als Eigeninteresse versteht. Wenn wir möchten, dass andere uns in irgendeiner Form entgegenkommen oder etwas für uns tun, so müssen unsere Beweggründe auch mit deren Interessen und Zielen zu vereinbaren sein, beruhend auf gegenseitigem Respekt, gutem Willen und Wohlwollen.
04 | Sich selbstsicher BEHAUPTEN
• Selbstbehauptung heißt, den eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Werten Rechnung zu tragen und dies in angemessener Weise praktisch zum Ausdruck zu bringen. Es heißt, für sich selbst einzutreten, sich offen so zu geben, wie man ist. Es heißt, sich zu weigern, anderen etwas vorzumachen, um sich bei ihnen beliebt zu machen.
• Selbstbehauptung praktizieren heißt, authentisch leben, mich bei dem, was ich sage und tue, von meinen innersten Überzeugungen und Gefühlen leiten zu lassen – als Lebensmodus und Regel.
• Eine angemessene Selbstbehauptung setzt voraus, dass ich den jeweiligen Rahmen beachte. Die Situation entscheidet, welche Form angemessen ist. Diesen Unterschied zu respektieren heißt nicht, dass ich meine Authentizität opfere, sondern lediglich, dass ich mich an der Realität orientiere.
• Selbstbehauptung heißt Selbstbewusstsein. Und Selbstbewusstsein heißt, bewusst sehen, denken, wahrnehmen. Fragen stellen ist ein Ausdruck der Selbstbehauptung. Für sich selbst zu denken und für das, was man denkt, einzustehen, ist die Wurzel der Selbstbehauptung.
• Der entscheidende Maßstab ist nicht das, wogegen wir sind, sondern das, wofür wir sind. Selbstbehauptung setzt voraus, dass wir nicht nur das ablehnen, was wir nicht mögen, sondern dass wir unsere Werte leben und zum Ausdruck bringen. In diesem Punkt ist die Frage der Selbstbehauptung eng mit der Frage der Integrität verbunden.
• Unser Leben gehört nicht anderen und wir sind nicht hier auf Erden, um die Erwartungen anderer zu erfüllen.
• Es ist nicht die Furcht vor Verantwortung, die in wesentlichen Teilen das Selbstwertgefühl untergräbt, sondern die Tatsache, dass ich mich dieser Furcht überlasse. Wenn ich für mein Recht zu leben nicht eintrete, für mein Recht, mir selbst zu gehören, wie soll ich dann ein Gefühl der Würde bewahren können?
• Ohne eine angemessene Selbstbehauptung sind wir Zuschauer, nicht Beteiligte.
• Wenn wir die Grenzen unserer Fähigkeit, Dinge zu bewältigen, erweitern, erweitern wir auch unsere Selbst-Wirksamkeit und unsere Selbstachtung.
• Wenn das, was uns Sicherheit gibt, im wesentlichen unsere Zugehörigkeit zur Familie, Gruppe, Ge-meinde, zum Unternehmen oder Kollektiv ist, dann kann selbst unser Selbstwertgefühl als etwas Bedrohliches und Erschreckendes empfunden werden – da es ein Zeichen von Individuation (Selbstverwirklichung, Entfaltung der persönlichen Identität), also von Isoliertheit ist.
• Selbstverwirklichung setzt eine erfolgreiche, zweigleisige Entwicklung voraus – zwei Ebenen, die sich gegenseitig fördern und ergänzen: die Ebene der Individuation und die Ebene von Beziehungen. Autonomie einerseits und die Fähigkeit zur Intimität und Verbundenheit andererseits.
• Wenn wir unser Selbst nicht zum Ausdruck bringen, unser Sein nicht behaupten, nicht in angemessenem Rahmen für unsere Werte einstehen, verletzen wir unser Selbstgefühl – nicht die Welt tut uns das an, wir tun es uns selbst an.
• Unser Selbstwertgefühl wird u.a. dadurch aufgebaut, dass wir uns in Situationen behaupten, in denen es uns nicht leicht fällt – du wir werden immer wieder in Situationen kommen, wo es eine Frage des Mutes ist, sich selbst zu behaupten.
05 | ZIELGERICHTET leben
• Ohne Ziel leben heißt, mein Leben auf Gedeih und Verderb dem Zufall zu überlassen, weil uns der Maßstab fehlt, um zu beurteilen, was lohnenswert ist und was nicht. Wir reagieren, statt zu agieren.
• Zielgerichtet leben heißt, unsere Fähigkeiten zu nutzen, um die Ziele zu erreichen, die wir gewählt haben.
• Produktivität ist das, womit wir für unseren Unterhalt sorgen, indem wir unsere Gedanken in die Praxis umsetzen, uns Ziele setzen und darauf hinarbeiten.
• Es sind nicht die Leistungen, die unseren Wert beweisen, es ist der Prozess, der zu diesen Leistungen führt, der bewirkt, dass wir Effektivität, Kompetenz in unserem Leben entwickeln. Produktive Arbeit ist also ein wirksames Mittel zum Aufbau des Selbstwertgefühls.
• Ziele, die nicht konkret an einen Aktionsplan gebunden sind, werden nicht verwirklicht.
• Wer nicht über die Fähigkeit der Selbstdisziplin verfügt, kann sich nicht kompetent im Umgang mit den Herausforderungen des Lebens fühlen. Selbstdisziplin setzt die Fähigkeit voraus, zugunsten eines entfernten Zieles auf unmittelbare Belohnungen verzichten zu können. Die Fähigkeit also, Konsequenzen für die Zukunft absehen zu können, langfristig zu denken und zu planen und nicht nur kurzfristig zu leben. Selbstdisziplin ist eine überlebenswichtige Tugend, d.h. sie ist eine notwendige Voraussetzung für einen erfolgreichen Lebenslauf.
• Wir dürfen weder blind gegenüber der Zukunft noch gegenüber der Gegenwart sein, sondern müssen beides in unsere Erfahrungen und Wahrnehmungen integrieren.
• Zielgerichtet leben heißt, dass wir zweckbestimmt leben du vorsätzlich handeln.
• Zielgerichtetheit ist das entscheidende Merkmal derer, die ihr Leben in wesentlichen Teilen selbst kontrollieren.
06 | Persönliche INTEGRITÄT
• Integrität ist die Integration von Idealen, Überzeugungen, Maßstäben, Einstellungen und von Verhalten. Wenn unser Verhalten mit unseren Wertvorstellungen übereinstimmt, wenn unsere Ideale in Einklang mit unserem Handeln sind, dann haben wir Integrität.
• Wir brauchen Verhaltensprinzipien, moralische Überzeugungen, was angemessen ist und was nicht und Werturteile, was richtig und was falsch ist, um die Frage der Integrität erst stellen zu können.
• Wenn wir uns in einer Weise verhalten, die unserem eigenen Urteil, was richtig ist, zuwiderläuft, verlieren wir vor uns selbst das Gesicht. Wir achten uns selbst weniger. Und wenn diese Strategie zur Gewohnheit wird, vertrauen wir uns selbst weniger oder verlieren vollends unser Selbstvertrauen.
• Mangelnde Integrität verletzt das Selbstwertgefühl und diese Wunde kann nur durch Integrität heilen.
• Die Integrität ist keine Garantie, dass wir die beste Entscheidung treffen. Sie sorgt nur dafür, dass wir uns bemühen, eine Lösung zu finden, die gewährleistet, dass wir authentisch bleiben, unser Bewusstsein wahren.
• Integrität hießt Übereinstimmung: Worte und Verhalten stimmen überein.
• Wenn wir sehen, dass die Maßstäbe, nach denen wir leben, uns offensichtlich in die Selbstzerstörung treiben, so ist es an der Zeit, unsere Maßstäbe in Frage zu stellen.
• Je bewusster wir leben, desto mehr leben wir nach unserer eigenen Wahl und desto eher ergibt sich die Integrität als eine natürliche Konsequenz.
• Es gibt Bereiche, in denen wir konsequenter sind und andere, in denen wir weniger konsequent sind. Statt dieser Tatsache aus dem Weg zu gehen, ist es sinnvoll, sie zu untersuchen.
• Der Kern von Schuldgefühlen sind moralische Selbstvorwürfe. Schuld hat immer etwas mit Wahl und Verantwortung zu tun, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Aus diesem Grund müssen wir klar vor Augen haben, was in unserer Macht steht und was nicht, was einen Bruch unserer Integrität darstellt und was nicht. Andernfalls laufen wir Gefahr, uns unnütze Schuldgefühle aufzuladen.
• Zum Schutz des Selbstwertgefühls ist es notwendig, klar die Grenzen der eigenen Verantwortung vor Augen zu haben. Wo etwas nicht in unserer Macht steht, kann es keine Verantwortung geben.
Da hast du sehr schön seeehr viel geschrieben ( kommt mir irgendwie bekannt vor ?), aber was davon willst du wie umsetzen?
The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.

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Zitat von koc im Beitrag #2
Da hast du sehr schön seeehr viel geschrieben ( kommt mir irgendwie bekannt vor ?), aber was davon willst du wie umsetzen?
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