5. Mann selbst
Und ich habe keine Zeit mehr, im Spalier herumzustehen.
Und im Refrain ein bisschen mitzusingen.
Und all den Bescheidwissern hinterher zugehen,
und jeden Tag nach meiner Wurst zu springen.
Und ich habe keine Zeit mehr, ich stell mich nicht mehr an,
in den langen Warteschlangen, wo man sich verkaufen kann.
Und ich habe keine Zeit mehr, ich nehm den Handschuh auf
ich laufe um mein Leben und gegen den Lebenslauf.
(aus dem Lied „Keine Zeit mehr“ von Gerhard Gundermann)
The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.

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5.1 Position beziehen ohne Streit
Eigenständige Männlichkeit ist durch zwei Merkmale gekennzeichnet:
1. Klärung der eigenen Position für sich.
2. Offensives Vertreten dieser Position gegenüber anderen, ohne dabei einen Krieg zu beginnen.
Für jeden Mann ist es notwendig, sich diese Haltung immer wieder aufs Neue zu erarbeiten. Dass es dabei zu einer Vielzahl individueller Ausprägungen des Mannseins kommt, ist einleuchtend.
Denn zum einen bringt jeder seine unverwechselbare Persönlichkeit ein, zum anderen ist die Entwicklung des eigenen Mannseins als ein nie abzuschließender Prozess zu verstehen.
Infolgedessen gibt es auch unterschiedliche Stufen und Akzentsetzungen. Das Finden der eigenen Position ist eben immer auch an den eigenen Entwicklungsstand geknüpft.
In diesem Sinn beschreibt Mannsein keinen statischen Zustand, sondern einen Prozess Allerdings unterliegt dieser Prozess keiner Beliebigkeit. Es geht darum, die Fremdbestimmung, die Externalität, die das Leben vieler Männer kennzeichnen, abzubauen und ein immer stärker selbst bestimmtes Leben zu verwirklichen. Dies kann nur durch die Auseinandersetzung mit der eigenen früheren Sozialisation und auf Basis der eigenen, biologisch fundierten Grundlagen männlichen Empfindens gelingen.
Was das für den Einzelnen gilt, gilt auch für die Stellung der Männer in der Gesellschaft. Auch hier gilt es, eigene Positionen zu entwickeln und diese offensiv zu vertreten. Das soll keinesfalls den Geschlechterkampf anheizen, sondern es geht im Gegenteil um den spezifischen Beitrag, den Männer für die Entwicklung eines besseren Miteinander leisten können.
Der Weg zum partnerschaftlichen Miteinander führt also zwangsläufig über gemeinsames Aushandeln. Dabei müssen die eigenen Positionen vertreten werden, ohne in die irrige Meinung zu verfallen, dass der jeweils andere an den eigenen Schwierigkeiten schuld sei.
Das setzt voraus, dass beide Seiten ihre eigenen Anteile am Entstehen der Situation erkennen und dafür die Verantwortung übernehmen. Erst auf der Grundlage eines solchen Aushandlungsprozesses kann ein wirkliches Miteinander entstehen.
Doch was heißt diese Einsicht, die aus der privaten Paardynamik gewonnen wurde, für das gesellschaftliche Miteinander von Männern und Frauen? Und wie können sich Männer auch gesellschaftlich positionieren, so dass der Geschlechterdialog auf eine neue, bessere Grundlage gestellt wird?
The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.

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5.2 Öffentlich Position beziehen
Der alles entscheidende Punkt ist der konsequente Verzicht auf Schuldzuweisungen. An dieser Stelle ist die Parallele zwischen der gesellschaftlichen und der privaten Geschlechterdynamik eindeutig: So lange behauptet wird, die eine Seite wäre für die Probleme verantwortlich, sie müsse sich erst einmal ändern, so lange kann es zu keinem echten Miteinander kommen.
In unserer gesellschaftlichen Situation wird jedoch genau das getan. Vor allem die Männer sollen sich endlich ändern, damit es besser wird. Nach dieser Meinung kann sich das Geschlechterverhältnis erst dann bessern, wenn Männer mehr von ihrer Macht abgeben und sich stärker als bisher dem Haushalt und den Kindern zuwenden.
Geschlechterdynamisch gesehen können diese Forderungen allerdings nicht zu dem Erhofften führen, im Gegenteil. Sie tragen nur zu einer weiteren Verhärtung des Gegeneinanders bei. Denn die Probleme werden verkürzt und tendenziös dargestellt und die Verantwortung der Frauen für die Situation wird weitgehend ignoriert.
Doch auch die Reaktionen, die sich in den letzten Jahren auf Seiten der Männer entwickelten, helfen nicht, das Miteinander zu befördern. Auch sie verfestigen eher den Konflikt.
Die einen versäumen, selbst Position zu beziehen. In den Paarberatungen ist das regelmäßig die Situation, in der die Männer erkennen, dass wirklich einiges in der Partnerschaft schief läuft. Sie sind dann aber sehr schnell bereit, alle Schuld auf sich zu nehmen und versprechen Besserung. Diese wollen sie vor allem damit erreichen, dass sie nun noch aufmerksamer sein wollen und sich noch mehr anstrengen. Doch so einfach geht es nicht - weder für den Mann, noch für die Frau.
Die andere Reaktion von Männern auf die Forderungen von Frauen, sie sollten sich endlich ändern, ist die Gegenaggression. Nun werden all die Punkte zur Sprache gebracht, die für eine gesellschaftliche Benachteiligung der Männer sorgen.
Das ist schon mal ein Fortschritt. Denn jetzt werden die Themen umfassender und gerechter dargestellt und der Geschlechterkampf wird offensichtlicher. Aber auch das führt letztlich zu keinem Dialog, sondern wieder nur zu Schuldzuweisungen, jetzt jedoch in Richtung der Frauen. In dieser Logik stehen sich Männer und Frauen gegenüber, knallen sich gegenseitig Vorwürfe an den Kopf und verlangen, dass sich erst einmal die andere Seite ändern solle, ehe es besser werden kann.
Den Rest gibts nur in der Vollversion zu lesen.
The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.

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5.3. Knockin´on Heaven´s door
Doch so wichtig die gesellschaftliche Debatte um eine positive männliche Identität ist, so wenig glaube ich hier an einen schnellen Erfolg. Zu sehr sind die Positionen innerhalb der Geschlechterdebatte festgefahren.
Trotzdem müssen wir Männer ein öffentliches Ringen um eine positive männliche Identität beginnen.
Aber was macht der einzelne Mann bis dahin? Kann er darauf warten, bis sich endlich die Gesellschaft ändert, damit es ihm leichter fällt, ebenfalls Position zu beziehen?
Die Antwort auf diese Frage gibt das Beispiel des Ausbilders:
Wenn er darauf wartet, bis sich seine Situation so verändert, dass er endlich einmal männlich auftreten kann, wird er diesen Schritt vermutlich nie machen.
Die Entscheidung, die zu treffen war, konnte er deshalb nicht von der Veränderung der Situation abhängig machen. Die Gefahr, in der er stand, war, entweder seine Ideale zu verraten und zu resignieren oder einen guten Weg zu gehen, der ihm seine Selbstbestimmung beließ, auch wenn dieser Weg hart erschien und ihm die Entscheidung dafür schwer fallen mochte. Aber der Ausbilder hatte in seiner Situation keine wirkliche Wahl.
Wenn in Paarberatungen die Partner sich gegenseitig immer wieder Vorhaltungen machen und weiterhin an der Meinung festhalten, erst wenn der andere sich ändere, gebe es die Chance für eine Besserung des eigenen Lebens, dann sollte man ihnen folgendes Gleichnis vorhalten:
Stell dir vor, du klopfst am Ende deines Lebens an die Himmelspforte und Gott macht auf und fragt: „Wie war dein Leben?“ Und du antwortest: „Es hätte schön sein können, aber meine Frau ( oder mein Mann ) haben nicht mitgemacht.“
Dann wird doch deutlich, dass nicht der andere, sondern du dein Leben nicht so gelebt hast, wie du es dir wünschst.
Dann sollte den Beteiligten selbst klar werden, das solche Ausreden nicht zählen. Sein Leben verantwortet letztlich jeder selbst.
Es gibt natürlich widrige oder bessere Umstände. Manchmal sind wir in unseren Möglichkeiten sehr stark eingeschränkt und können und nicht so frei verwirklichen, wie wir es und wünschen würden.
Nicht nur gesellschaftliche Bedingungen können dem entgegenstehen. Auch hinsichtlich der beschriebenen Kränkungen, Entwertungen, Vernachlässigungen und Missbräuchen in der frühen Kindheit gibt es keine Gerechtigkeit. Aber es gibt eben auch keinen anderen Weg, als aus dem Gegebenen das Beste zu machen. Deshalb zählt am Ende nicht das Ergebnis, sondern der Weg.
Für uns Männer gilt es daher den eigenen Weg zu gehen. Es besteht darin, im Alltag wie im Grundsätzlichen die eigene Position zu finden und diese dann offen zu vertreten. Wichtig dabei ist, dass es sich um die eigene Position handelt und das Vertreten dieser eigenen Position nicht in einen Krieg führt.
Das schließt Auseinandersetzungen keinesfalls aus. Aber es geht dann nicht „gegen den anderen“, sondern „für mich“!
Und wenn Männer das tun, wenn sie beginnen, die Verantwortung für das eigene Leben selbstbewusst wahrzunehmen, dann wird sich auch das gesellschaftliche Geschlechterverhältnis nach und nach verbessern.
Und das ist das Ziel dieses Ratgebers.
The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.

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