RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#26 von georgs77 ( gelöscht ) , 07.02.2015 02:48

Hi Trafo,

danke für Deinen sehr langen Input. Da waren einige interessante Gedankengänge drin.


Zitat

Wenn ich sage ich "führe" die Beziehung, dann heisst das nicht, die Frau habe nie Ihre Wünsche ausdrücken können, sondern lediglich, dass ich für alles, was in der Beziehung passiert ist immer die volle Verantwortung übernommen habe. Ob es gut oder schlecht lief, war immer ein Resultat meiner Aktionen. Wurde meine Kleine bitter und grau, weil ich 4 Tage keine Zeit für sie hatte, habe ich das Verstanden und ihr mehr Aufmerksamkeit geschenkt usw. Selbst, wenn meine kleine Scheisse gebaut hat, habe ich die Konsequenzen getragen und Ihr nie die Schuld gegeben, genau das Gegenteil sogar, sie immer in Schutz genommen und Ihr das Gefühl gegeben, dass ich sie immer so akzeptiere wie sie ist.

Zitat

Das hört sich nicht nach Führung an. Das hört sich ehr nach dem an, was ich befürchtet habe. Und das ist kein Pascha, sondern der Weltenretter, bzw. der Beschützer.






Hmm. Helfersyndrom ist wohl ein Thema aus meiner Vergangenheit. Meiner Meinung nach ist das aber gelöst. Wie gesagt, ich übernehme nur die Verantwortung für die Dinge *innerhalb* der Beziehung. Nicht für das Leben meiner Frau ausserhalb (ausser selbstverständlich zuzuhören und meine Meinung dazu zu geben, wenn sie jemanden zum Reden braucht).

Ausserhalb einer Beziehung war ich vor >5 Jahren ein gern (aus)genutzter Helfer. Das Thema existiert aber nicht mehr. Ich helfe gerne im Freundeskreis aus, aber nur wenn es keine Nachteile für mich hat, ich tatsächlich die Zeit habe und die Person es auch wert ist.



Zitat

Sorry ich als Frau würde bei dir verrückt werden. Jeder Mensch hat Fehler. Und als Mann sollte man zu seinen stehen aber auch zu den der Freundin. Und das bedeutet eben auch diese nicht auf sich zu beziehen, sondern diese auch bei ihr anzusiedeln. Ich finde das du da eine Extreme an den Tage legst. Auch wenn an sich sehr löblich ist, zuerst die Fehler bei sich zu suchen.




Ich verstehe Deine Meinung. Ist handhabe das aber tatsächlich so, nicht nur bei meinen Frauen sondern auch im Freundeskreis. Generell akzeptiere ich Menschen genau so wie sie sind. Ich will nicht sagen, dass Menschen nicht Macken und Probleme haben, aber ich geb' den Dingen ("in meiner inneren Landkarte") nicht den Begriff "Fehler". Ich sehe das mehr als "Eigenarten", einfach Teile, die eine Persönlichkeit ausmachen. Beispielsweise ein Bekannter von mir, trägt immer furchtbar seltsame, farbige Hosen. Er hält das für "Style" während die Leute und seine Kollegen sich hinter seinem Rücken darüber lustig machen.

Ich persönlich sehe ihn einfach so wie er ist ohne darüber eine Wertung abzugeben. (Selbstverständlich empfinde ich seine Hosenfarbe ganz persönlich als furchtbar, aber ich empfinde da überhaupt kein Gefühl, dass ich daran irgend etwas zu bewerten oder ändern hätte)


Anders formuliert.... wenn mir meine Mädels nicht *genau so* gefallen hätten, wie sie sind, hätte ich sie doch nicht genommen.

(Ok, das ist ein anderes äusserst beliebtes Thema. Man sucht sich einen passablen Mann, und dann biegt man sich den schon hin. Aber nicht für hier und heute.)


Zitat

Ich wusste es doch, der Beschützer, der Kümmerer. Nur mal als Frage, wo bleibst du in diesem Spiel? Und hast du mit ihr diese Thematik mal thematisiert oder hast du von deiner Seite aus alles selbstständig interpretiert und reagiert? Und vor allem woher kommt dann die Distanz? Evtl. weil du alles nur mit dir selber ausmachst?




Ganz genau, exakt wie Du sagst. Ich spreche *nie* über diese Dinge. Ich mache das mit mir selber aus und mache die Dinge einfach.
Aber glaub mir, dabei bleibe ich nicht auf der Strecke. Ich tu die Dinge, weil ich da Lust drauf habe, sie sich richtig für mich anfühlen und ich mich damit gut fühle.

Womit wir zum nächsten Punkt kämen...

Zitat

Klar das man das als Frau liebt. Das was du betreibst sind ja auch süße Gesten und zeigt wie sehr du dich um andere kümmerst. Die Frage ist jedoch wie sehr du dabei die andere Person auch wirklich einbeziehst und inwiefern das von dir nur reines Ego Ding ist, da vieles nur aus deiner Sicht interpretiert wurde.




... hier finde ich leider keine Antwort. Ist nicht alles Ego?

Wenn ich selbstlos tue, bin ich ein wuzzy, wenn ich es tue, weil ich es für richtig halte, bin ich ein Egoist.


Aber wenn Du so möchtest, ja, meine Frauen sagten mir immer "dass ich immer tue, was ich will" und wenn ich mal eine Entscheidung getroffen hätte, nichts mich mehr davon abbringen konnte.

In meiner "Abfuckbeziehung" war das Mädel der Meinung, man bekommt von Männern alles - wenn man nur genug zickt. Ich muss zugeben, dass hat sie von Ihrer Mutter gelernt, denn so lief es in der Ehe ihrer Eltern. Und mit zicken meine ich nicht, dass sie 2 Stunden schlechte Luft verbreitet hat. Ich rede davon, dass sie 2-3 Wochen Psychoterror gemacht und mich so lange vom Schlafen abgehalten hat, bis wir einen "Kompromiss" ausgehandelt haben. "Kompromiss" ist natürlich nur die Umschreibung für "wir machen, wie's die Frau will".

Und ja, ich war damals noch nicht so abgebrüht wie heute. Ganz ehrlich, ich war kein sicher kein Wuzzy. Ich wusste sehr genau, wo die Grenzen sind. Aber nach 3 Wochen Terror hatte ich auch irgendwo die Nase voll und hab nachgegeben.

Jetzt kommt ein vollkommen korrekter Einwurf. "Oh mein Gott, wie konntest Du Dir so etwas gefallen lassen". Berechtigter Einwurf. Ich war jung und naiv und war wirklich sehr verliebt in diese Frau.

Seit dieser Erfahrung, bin ich aber was meine Entscheidungen angeht, sobald sie gefallen sind, "stur" (so lange ich daran glaube, dass meine Entscheidung richtig ist und bleibt). Ich bin, was meine Prinzipien und Grenzen angeht sehr konsequent.

Man könnte jetzt also sagen, "rücksichtloses Arschloch", "Egoist", "Prinzipienreiter". Ich persönlich halte es -auch und gerade in der Beziehung- für absolut essentiell zu seinen Werten und Idealen zu stehen. Wenn ich meine Entscheidung getroffen habe (und dabei beziehe ich auch das Wohl meiner Lady ein), dann ändere ich sie auch nicht mehr, es sei denn ich erkenne im Nachhinein, dass meine Entscheidung nicht richtig ist. (Ich bin mir nicht zu fein einzugestehen, wenn ich Mist gebaut habe. Mein soziales Umfeld schätzt mich sogar sehr für meine Aufrichtigkeit)





Zitat

Nein du hast keine Verantwortung übernommen. Dein Handeln was du bisher beschrieben hast zeigt, dass du dich oberflächlich um den anderen Menschen gekümmert hast. ACHTUNG ich übertreibe jetzt bewusst: Wie ein Zuhälter der darauf achtet, dass es seinen Mädchen gut geht, damit sie mehr Geld heran schaffen. Aber um das wesentliche, nämlich die emotionale Verbindung hast du dich nicht eingelassen. Du hast eine Distanz aufgebaut, um entweder im nächsten Moment tschüß zu sagen oder um dich selber nicht verletzbar zu machen. Ich geh noch eine Stufe weiter. Du hast dein Spielzeug gehegt und gepflegt.

Und diese Mechanik hat natürlich am Anfang die Spannung gesteigert und war mit Sicherheit aufregend. Auf der einen Seite kümmerst du dich sehr rührend um eine Frau. Sie wird wohl versucht haben dich zu binden. Gleichzeitig obwohl du sich um sie gekümmert hast, distanzierst du dich von ihr durch Sprüche und Taten. Das führte zu noch mehr Spannung und noch mehr Drang von ihr dich binden zu wollen. War bestimmt oft eine aufregende Zeit! Jedoch kann man das nicht lange treiben, da so etwas mindestens für eine Person sehr verletzend ist auf Dauer und die Kraft oft nicht lange reicht.




Ok. Dafür ziehe ich jetzt meinen Hut!

Bei der Analogie klingelt es bei mir sofort.

Du hast vollkommen recht. Ich behandele die Frauen wie ein Zuhälter, damit sie meine "Währung" anschaffen.... in diesem Fall "emotionalen Invest" in mich. Das tun diese Frauen auch liebend gerne, denn sie wollen mir gefallen. Aber statt echter Anerkennung, bringe ich sie dazu, immer noch mehr "bringen" zu müssen, und gebe ihnen dabei das Gefühl, dass sie irgendwann mal ihren "Preis" abgezahlt haben.... obwohl beide wissen, dass es nur ein großes Schauspiel ist und der Zuhälter nur daran interessiert ist, dass sein Mädel so lange wie möglich "performt". (Bloß hört die Frau auf Ihr Herz und hofft, dass "er" der Zuhälter, irgendwann doch einsieht, dass sie die richtige ist)


Ich muss den Gedankengang mal gründlich wirken lassen.


(Ach, sollte ich allen zukünftigen Frauen in meinem Leben erzählen, dass sie keine Aufmerksamkeiten von mir bekommen, weil ich mich sonst als Zuhälter sehen würde? Ok, das war jetzt etwas sarkastisch)



Zitat

Woher kommt dann deine Angst dich zu binden? Das du wieder einmal verletzt wirst?




Nein, nicht vor Verletzung. Vor Missbrauch!
(Vorweg, nein, ich wurde in meiner Kindheit nie körperlich oder emotional missbraucht. Missbrauch und Ausbeutung verbinde ich jedoch mit meinen beiden langen Beziehungen als auch großteils mein berufliches Leben bis ca. 30)



Zitat

5 können wir hiermit streichen. Du hast vollkommen recht, das ist größter Bullshit und ich gehe direkt ins Bad, um mir meine Hände umgehend mit Kernseife zu waschen, aus Scham, dass diese Finger tatsächlich in der Lage waren, so einen scheiss zu tippen.

5 habe ich eben in groß ausgedruckt und einer Mülltonne bei einer Beerdigungszeremonie in meinem Innenhof verbrannt. Die Beerdigung war schön. Es waren Tauben anwesend (allerdings nur tote bei der Kälte). Als Leichenschmaus gab es Tauben-Ragout (man muss sparen, wo man kann).

Zitat

Ich hoffe das ist Ironie? Selbstgeißelung ist nämlich nicht geil und von meiner Seite aus nicht erwünscht.






Nein, keine Ironie. Mir hängt noch ein Taubenknochen zwischen den hinteren Backenzähnen und ich meine Zahnseide für Taubenknochen ist leer. Das fängt langsam echt an zu nerven, aber bei der Nachtapotheke kann ich mich nicht mehr blicken lassen, weil ich die Kassiererin vorhin beschimpft hab, weshalb es in deren "Tabletten-Puff" keine Kernseife mit Zimt-Geruch gäbe.


georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#27 von georgs77 ( gelöscht ) , 07.02.2015 03:35

Jetzt noch zu Dir, Madame Tautou,


Zitat von Just-do-it im Beitrag #17


Hier mag ich mich mal einklinken. Führung (ist ja immer SElbstführung) und Verführung ist gut und richtig.
ABER: es liegt MEHR daran, welche Frau du dir von vorne rein aussuchst (Thema Screenen bekannt??).





Screening ist mir bekannt. Ich bin eigentlich auch ein sehr harter Tester, was Frauen angeht. Ich würde auch noch immer behaupten, dass das Mädchen ausgezeichnet war und genau das war, was ich gesucht habe.
Einziges Manko "...kann nicht alleine sein". Ich muss zugeben, für eine Beziehung ist die Feststellung, dass eine Frau dieser Typ ist (lieber mit irgendjemandem zusammen, als mit jemandem den sie wirklich liebt, auch wenn sie dafür Monate oder Jahre suchen muss), der absolute Show-Stopper!

Zu dem Zeitpunkt hatte das für mich aber keine Relevanz, weil wir beide nur Spaß miteinander haben wollten. Wir standen zwar aufeinander, aber bereits beim ersten sexuellen Kontakt war ausgesprochen, keiner von uns beiden hat Lust auf eine Beziehung. (Ja, ok, Naiv von mir. Frauen -Menschen im Allgemeinen- erzählen natürlich gerne was jemand hören will, um zu bekommen, was man möchte)

Und während der Zeit merkte ich natürlich, wie sehr sie mir ans Herz ging... da hatte ich ein Problem.

Ich denke aber nicht, dass meine Screening-Methode falsch ist. Ich würde eher sagen, dass ich mich unter Annahme falscher Fakten selbst ausgetrickst habe, und dann emotional schon so verstrickt war, dass ich mich an eine meiner wichtigsten Screening-Regeln gehalten habe.



Eventuell noch zur Info, die ersten beiden Affairen 1 und 2 waren unübersehbare HSE Frauen. Unvorstellbar schöne Frauen (und ich meine nicht die Optik). Nummer 3 war auf dem Weg dahin.... sie ist erst 26 und hatte daher noch gewisse Unsicherheiten ("alleine sein" war eine). Jaja, ich weiß. Ich hab's mir selbst eingebrockt. Aber das bisschen emotionale Durcheinander (dieses dezente Grundschmollen) ist wie gesagt nicht das Thema.

Darunter leide ich nicht. Es lenkt mich gut von der Arbeit ab, aber ich empfinde es nicht als "unerwünscht", sondern begreife es als große Chance... jedes Gefühl hat seinen Zweck und in meinem Fall denke ich nicht "oh, negatives Gefühl, aber wenn die Frau einfach wieder da ist, dann ist es weg". Das würde auf eine gewisse Art und Weise schon stimmen. Aber das wäre es auch, wenn ich irgend eine andere Ex anrufe, die noch auf mich steht, und ein Liebeswochende in meinem Schlafzimmer organisiere. Dann wäre dieses Gefühl nämlich ebenso "betäubt" für kurze Zeit, vielleicht könnte ich's ganz ignorieren, weil wieder was festeres drauss wird. Aber damit würde ich mich genau zu dem Typ Mensch machen, der ich nie sein wollte, weil ich solchen Menschen nie trauen könnte.

Ich lausche da lieber dem Gefühl, und auch, wenn es irgendwie unangenehm ist, ziehe ich eine ganze Menge an Lehren draus. (Hey. Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht daraus versuchen würde zu lernen) Und ganz ehrlich: Sport ist auch irgendwie unangenehm. Man schwitzt, alles tut weh, Muskelkater, was es an Zeit und Geld kostet..... und für welchen Zweck?

Damit ich mich im Äußeren ebenso wie im Inneren gut fühlen kann. Damit ich mein bestes selbst sein kann.




Zitat


Die Krux ist also, dass du dir quasi nicht irgendeine Frau suchst, die dich ein bisschen anspricht optisch und mit der es im Bett rumpelt,
sondern, dass du screenst und quasi ein Pendant erkennen lernst. Dieser Prozess ist quasi ein Kennenlernen ohne das Ding für sich oder
die andere Person bezeichen zu MÜSSEN (also nicht VERBAL irgendwas definieren müssen). Geht auch ca. 6-9 Monate.

Solche Frauen verstehen auch, dass dies nicht nötig ist, denn sie verbringen ja ihre Zeit nur deshalb mit dir, weil sie es
wollen und nicht, weil sie das definiert haben müssen. Diese Frauen also investieren, solange man sich ergänzt.

Auch eine Frau muss sich selbst führen können und KANN in einer Beziehung dann MITführen bzw. MITverführen. So dass eine Balance entstehen KANN.
Es ist immer deine Aufgabe zu führen. Aber ihre auch (mit). Erst dann hast du quasi eine Ergänzung mit welcher du eine Beziehung
wie nebenbei auch eingehen wollen wirst. Diese 'ergibt' sich ja dann fast automatisch (ohne dass dies VERBAL irgendwie besprochen werden
müsste), weil man sich ja so verhält WIE in einer Beziehung.

DANN wäre nämlich klar, Frauen MIT Potential (was passt zu mir, was sind da meine Ansprüche abgesehen von Sex):

- können alleine sein und sich gut mit sich selbst beschäftigen
- hegen keine offensiven Besitzansprüche
- LESEN zwischen den Zeilen und
- gehen NICHT fremd (guter, eigenständiger Charakter)
- sind nur im positiven Sinne ab und an manipulativ (win-win)
- haben ihren eigenen Kopf und akzeptieren nicht ungefragt alles
- können kommunizieren (im Subtext aber sich selbst kennend auch entsprechend ausdrücken)
- sind fair
- sind in sich ruhend und wissen was sie KÖNNEN






Mmmmmmmhhhhhh.... ok, das ging jetzt runter wie Öl.

Und die Liste ist glaube ich sogar besser als meine (ich müsste die mal raussuchen, ich hab es wirklich mal aufgeschrieben). Ich werde den Teil "können kommunizieren" entfernen. Frauen reden am Tag 12.000 Worte. Weißt Du wie anstrengend das sein kann? Ich will eine die die Klappe hält!

Ich konnt's mir nicht verkneifen. War nur Spaß.



Gefällt mir sehr sehr gut. Ich denke ich werde es mir auf kleinen Kärtchen ausdrucken und an meine Küchenwand hängen. Ernsthaft.

Vielen Dank dafür.


georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#28 von Trafo ( gelöscht ) , 07.02.2015 04:56

Zitat von georgs77 im Beitrag #26
Hi Trafo,
Hmm. Helfersyndrom ist wohl ein Thema aus meiner Vergangenheit. Meiner Meinung nach ist das aber gelöst.


Glaube ich dir nicht. Es ist ehr eine komische Mischung zwischen Helfersyndrom und PUA gehabe geworden.

Zitat

Wie gesagt, ich übernehme nur die Verantwortung für die Dinge *innerhalb* der Beziehung.


Meine Freundin sollte mindestens genauso viel Verantwortung an der Beziehung haben. Ich will ja das sie mich auch irgendwo verdient. Du verstehst das Konzept des Führens nicht, wie sich gleich am nächsten Satz zeigt:

Zitat

Nicht für das Leben meiner Frau ausserhalb (ausser selbstverständlich zuzuhören und meine Meinung dazu zu geben, wenn sie jemanden zum Reden braucht).


Ich sagte ja, du hörst Frauen nicht zu. Frauen wollen selten deine Meinung. Frag ruhig mal nach und bohre in paar Gebieten nach. Sei interessiert was da kommt und vor allem auch offen dafür, statt direkt deine Meinung drüber zu bügeln.

Zitat

Ausserhalb einer Beziehung war ich vor >5 Jahren ein gern (aus)genutzter Helfer. Das Thema existiert aber nicht mehr. Ich helfe gerne im Freundeskreis aus, aber nur wenn es keine Nachteile für mich hat, ich tatsächlich die Zeit habe und die Person es auch wert ist.


Wie gesagt, du bisst ein komisches Gemisch aus Extremen. Ich würde an deiner Stellen nicht absolut irgendetwas ausschließen, mit "das Thema existiert nicht mehr". Denn dann hast du das Brett vor den Kopf und verschließt dich vor Neuen Erkenntnissen. Mag sein, dass du kein Packesel mehr bist, aber subtil zeigt sich dein Helfersyndrom immer noch. Ich vermute, weil du es in der Vergangenheit hauptsächlich mit Gewalt weg gedrückt hast, statt zu ergründen weshalb du dich ausnutzen lässt, oder warum du dich so fühlst, dass du ausgenutzt wirst.

Zitat

Generell akzeptiere ich Menschen genau so wie sie sind. Ich will nicht sagen, dass Menschen nicht Macken und Probleme haben, aber ich geb' den Dingen ("in meiner inneren Landkarte") nicht den Begriff "Fehler". Ich sehe das mehr als "Eigenarten", einfach Teile, die eine Persönlichkeit ausmachen. Beispielsweise ein Bekannter von mir, trägt immer furchtbar seltsame, farbige Hosen. Er hält das für "Style" während die Leute und seine Kollegen sich hinter seinem Rücken darüber lustig machen.


Ich akzeptiere Menschen auch wie sie sind. Trotzdem mach ich mich mit ihnen über ihre Marotten lustig. Genauso auch über meine eigenen. Jedoch widersprichst du dich gerade selbst. Meinst auf deiner Landkarte gibt es keine Fehler aber suchst sie dennoch bei dir selbst. Versteh mich nicht falsch, dein Ansatz ist sehr edel, jedoch meiner Meinung nach nicht zu Ende gedacht. Denn deine Akzeptanz gegenüber allen, führt ja fast schon zu Gleichgültigkeit und wenn nicht das, dann zumindest zu einer Bedingungslosen Umgang mit anderen Menschen. Du lässt jeden in deine Tür, passt dich jedem an, da du bei dir immer das Potential der Anpassung siehst aber beschwerst dich am Ende hinten rum, wie blöd doch alles ist oder war. Und hast dabei fast keine persönliche Auseinandersetzung mit diesen Person gehabt. Da wären wir bei den Extremen!

Zitat

Ich persönlich sehe ihn einfach so wie er ist ohne darüber eine Wertung abzugeben. (Selbstverständlich empfinde ich seine Hosenfarbe ganz persönlich als furchtbar, aber ich empfinde da überhaupt kein Gefühl, dass ich daran irgend etwas zu bewerten oder ändern hätte)


Nun gut, nun solltest du aber dies bzgl. unterscheiden zwischen eine Person aus dem täglichen Leben und einer Person, mit der du das Bett teilen willst. Ich persönlich hab dies bzgl. unterschiedliche Ansprüche. Und dein Weg alles auf dich zu beziehen führt dazu, dass du ohne groß dein gegenüber zu kritisieren, in fast jede Beziehung hinein schlitterst, obwohl es offensichtlich nicht passt. Und der Frauentyp der zu dir passt, den gibt es da draußen. Wenn du aber immer das erst beste nimmst, was dir oberflächlich zusagt, dann wirst du sie nicht finden.

Zitat

Anders formuliert.... wenn mir meine Mädels nicht *genau so* gefallen hätten, wie sie sind, hätte ich sie doch nicht genommen.


Was du bisher beschrieben hast, deutet darauf hin, dass du viele Mädels auf Grund ihrer Verführungskünste genommen hast und nicht auf Grund dessen was sie sind. Nachdem du sie genommen hast, hast du dich ja versucht anzupassen, btw. was nicht führen heißt.


Zitat

Aber glaub mir, dabei bleibe ich nicht auf der Strecke. Ich tu die Dinge, weil ich da Lust drauf habe, sie sich richtig für mich anfühlen und ich mich damit gut fühle.


Führen bedeutet aber einen anderen Menschen mit zunehmen bei seinen Entscheidungen und nicht wie ein wilder vor zu rennen und die Menschen hinterher zu schleifen. Du musst die Masse elektrisieren für deine Ideen und nicht hinter dir her knüppeln! Ich hab bei all deinen Erzählung das Gefühl, dass du von deiner letzten Affaire kaum ein blassen über ihre Gefühlswelt hattest, bis auf die oberflächigen Tränenflüsse, wo du ja auch meintest, dass statt ihre Probleme ernst zu nehmen, du alles klein geredet hast.

Zitat

... hier finde ich leider keine Antwort. Ist nicht alles Ego?


Nein. In deiner Welt ja, aber allgemein nein.

Zitat

Wenn ich selbstlos tue, bin ich ein wuzzy, wenn ich es tue, weil ich es für richtig halte, bin ich ein Egoist.


Und lustigerweise bedienst du dich genau diesen beiden Extremen und es gibt bei dir keine Zwischentöne. Und ich kann dir auch sagen woran es liegt. Du warst zuerst ein wuzzy (auch aus Ego gründen), hattest die Schnauze voll davon und bist bei den PUA Leuten gelandet. Da hast du dann das Selbstbezogene Ego Zeug gelernt. Nun bist du ne komische Mischung von beiden, ohne die Zwischentöne spielen zu können.

Zitat

Aber wenn Du so möchtest, ja, meine Frauen sagten mir immer "dass ich immer tue, was ich will" und wenn ich mal eine Entscheidung getroffen hätte, nichts mich mehr davon abbringen konnte.


Ich hoffe das dir das zu denken gibt! Oder bist du stolz drauf?

Zitat

In meiner "Abfuckbeziehung" war das Mädel der Meinung, man bekommt von Männern alles - wenn man nur genug zickt. Ich muss zugeben, dass hat sie von Ihrer Mutter gelernt, denn so lief es in der Ehe ihrer Eltern. Und mit zicken meine ich nicht, dass sie 2 Stunden schlechte Luft verbreitet hat. Ich rede davon, dass sie 2-3 Wochen Psychoterror gemacht und mich so lange vom Schlafen abgehalten hat, bis wir einen "Kompromiss" ausgehandelt haben. "Kompromiss" ist natürlich nur die Umschreibung für "wir machen, wie's die Frau will".


Da haben wir ja die Ursache, dass du zum anderen Extremen gegangen bist. Die Frau scheint dich sehr Gebrandmarkt zu haben. Dir ist aber schon klar, dass es deine mangelnde Führung war, in dieser Beziehung zu bleiben?

Zitat

Und ja, ich war damals noch nicht so abgebrüht wie heute. Ganz ehrlich, ich war kein sicher kein Wuzzy. Ich wusste sehr genau, wo die Grenzen sind. Aber nach 3 Wochen Terror hatte ich auch irgendwo die Nase voll und hab nachgegeben.


Abgebrüht sagt in diesem Kontext doch auch wieder alles aus. Du musst dir das Wort nur bildlich vorstellen. Das heißt, dass du deine Nerven abschaltest. Deine Sinneswahrnehmung nach außen komplett aufgibst und in dich hinein zurück gekehrt lebst, damit du das nächste mal dem widerstehen kannst. Aber hast du daran mal gedacht, dass man solche Menschen meiden sollte? Und da siehst du was passiert, wenn man schlechten Umgang um sich herum hat. Toleranz hilft da wenig und Verständnis oft auch nicht.

Zitat

Jetzt kommt ein vollkommen korrekter Einwurf. "Oh mein Gott, wie konntest Du Dir so etwas gefallen lassen". Berechtigter Einwurf. Ich war jung und naiv und war wirklich sehr verliebt in diese Frau.


Und nun spielst du genau das umgekehrte Spiel. Ich bin alt und grummelig und lebe in meiner eigenen Welt. Ich akzeptiere Puppen um mich herum, die ich auch alle ganz nett behandele und mich um sie kümmere, aber an mich heran lasse ich niemanden mehr.

Zitat

Seit dieser Erfahrung, bin ich aber was meine Entscheidungen angeht, sobald sie gefallen sind, "stur" (so lange ich daran glaube, dass meine Entscheidung richtig ist und bleibt). Ich bin, was meine Prinzipien und Grenzen angeht sehr konsequent.


Damit wirst du aber immer frustrierter. Dein Eingangshass gegenüber Frauen zeigt die Frustration die sich so mit der Zeit entsteht. Zu Stur für Veränderung, zu stur um offen zu sein und die Sonne mit dem ganzen Leben in sich hinein zu lassen. Und an den Punkt kommen wieder komplette Extremen bei dir zu Tage. Auf der einen Seite erwähnst du Osho am Rande und bist auch für die komplette Toleranz und auf der anderen Seite bist du vollkommen verschlossen für andere Menschen und machst statt dessen dein eigenes Ding, auf Grund der Lebenserfahrung einer Person! Krasse Extremen! Du solltest lieber diese Beziehung rückwirkend verarbeiten!

Zitat

Man könnte jetzt also sagen, "rücksichtloses Arschloch", "Egoist", "Prinzipienreiter". Ich persönlich halte es -auch und gerade in der Beziehung- für absolut essentiell zu seinen Werten und Idealen zu stehen. Wenn ich meine Entscheidung getroffen habe (und dabei beziehe ich auch das Wohl meiner Lady ein), dann ändere ich sie auch nicht mehr, es sei denn ich erkenne im Nachhinein, dass meine Entscheidung nicht richtig ist. (Ich bin mir nicht zu fein einzugestehen, wenn ich Mist gebaut habe. Mein soziales Umfeld schätzt mich sogar sehr für meine Aufrichtigkeit)


Merkst du wie du dich die ganze Zeit im strahle Licht darstellst? Aber andere Personen sind für dich unverständliche Wesen? Und auch hier wieder vermischst du zu viele Dinge in einem Topf. Prinzipien und Ideale zu haben ist super. Die sollst du auch vertreten. Jedoch hoffe ich zum einen, dass du nicht schon zu viele davon hast und zum anderen, dass dies bzgl. täglich nicht immer mehr dazu kommen. Denn so baust du dein eigenes Gefängnis, denn viele Menschen die so wie du klingen, häufen sich unmengen an Prinzipien und Idealen an. Eine andere Sache ist, dass du wenn du deine Prinzipien hast, auch bestimmte Frauen nicht in dein Leben lassen solltest, die diese nicht erfüllen. Aber da bist du wiederum nachgiebig , weil du Fehler nicht kennst. Statt dessen drückst du deine eigenen Prinzipien und Ideale auf den Rücken anderer Person durch, statt sie einfach gehen zu lassen.
Und des Weiteren bedeutend viele Entscheidungen im Leben nicht, dass es Ideale oder Prinzipien sind. Ich habe aber die Befürchtung, dass du fast jede wichtige Frage zur Prinzipienfrage machst.

Btw. ich habe nur ein Ideal und ungefähr drei Prinzipien. Ich wette du hast mehr. ;)


Zitat

(Ach, sollte ich allen zukünftigen Frauen in meinem Leben erzählen, dass sie keine Aufmerksamkeiten von mir bekommen, weil ich mich sonst als Zuhälter sehen würde? Ok, das war jetzt etwas sarkastisch)


Das ist doch vollkommen falsch gedacht. Deine Aufmerksamkeit gegenüber Frauen ist doch nichts schlimmes. Die emotionale Distanz, ist das was es so gemein und gefährlich macht. Das du andere Person dominierst und nicht führst.

Zitat

Nein, nicht vor Verletzung. Vor Missbrauch!


Mal abgesehen davon, dass ich finde, dass sich das ähnelt: Es ist an der Zeit dich deinen Ängsten zu stellen! Wenn du das nicht tust, werden sich gewisse Dinge bei dir wiederholen.


und haben sich bedankt!
Trafo

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#29 von georgs77 ( gelöscht ) , 07.02.2015 06:12

Zitat
Btw. ich habe nur ein Ideal und ungefähr drei Prinzipien. Ich wette du hast mehr. ;)



Meinst Du das ernst? Dann will ich sie hören.

Und ja.... ich müsste dutzende, wenn nicht hundert haben :/

Das war eine ganze Menge Input von Dir. Ich kann nicht allem zustimmen, aber für einen 13 jährigen mit ziemlich vielen Falten im Gesicht, kommt da schon eine Botschaft rüber.


Helfersyndrom?
Ich kann es leider wirklich nicht mehr einschätzen. Du sagst subtil ist noch was da. Das ist denkbar. (Mit PUA habe ich aber nichts am Hut)

Aber ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich mich das letzte Mal über mich selbst geärgert habe, weil ich mich und meine Hilfsbereitschaft "ausnutzen" lassen habe. (Spontan fällt mir nur ein berufliches Projekt vor zwei Jahren ein, wo ich erheblich mehr geleistet hatte, als ich preislich bezahlt bekam, weil der Kunde (ein alter Stamm-Kunde), betonte, in welch finanzieller Lage er war. Tatsache war, so schlecht konnte er nicht dran sein, denn 3-4 Monate später hat er sich eine neue fette Proll-Karre gekauft, meine Rechnung aber über Monate nicht gezahlt)

Und bevor Du fragst, der Kunden wird von mir nicht mehr aktiv betreut: Er zahlt seine monatlichen Wartungskosten, ein Vertrauensverhältnis besteht durch diese Aktion jedoch nicht mehr und der Kunde meldet sich nur noch im Notfall bei mir, weil er weiss, dass ich ihm jede Minute in Rechnung stelle.

Wie gesagt, ich denke Helfersyndrom ist nicht mehr mein Thema. Trotzdem will ich das nicht ausschliessen und werde ich darauf achten. (Schliesslich bin ich hier, um neue Perspektiven zu erhalten)



Aber an meinen "Extremen" arbeiten.... das hat mir zu denken gegeben.
Du erkennst es vollkommen korrekt, ich bin ein Schwarz-Weiss-Denker. Ganz-oder-Garnicht. Richtig-oder-Falsch. (Rate mal, was ich beruflich mache. Brauchst Du gar nicht, Du hast recht)

Interessanterweise fällt mir das immer selbst an meiner Sprache auf (Keine Ahnung, ob einem von Euch das aufgefallen ist). Es sind diese ständigen Superlative. Besonders häufig "vollkommen", "absolut", "das Beste", "korrekt" usw. (Dreck, ich seh grad meinen Satz drüber und denk mir....irgendwie bizarr)


Extreme.... hmmm... wie ich's drehe und wende. Du hast absolut recht. Ich mache nichts normal.

Ich könnte jetzt aufzählen, aber das ist letztendlich nur unnötiger Text. Hier ist jetzt etwas Introspektive angesagt.

Danke für Dein Feedback.


georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#30 von Char , 07.02.2015 09:28

Zitat von koc im Beitrag #20
Zitat von georgs77 im Beitrag #11

1) Eine leidenschaftliche Beziehung kann unmöglich länger als 4 Jahre gehen



Fangen wir mal hier an.

Das ist sooo nicht richtig.

Viele verwechseln die erste Verliebtheit - und den damit zusammenhängenden Hormoncocktail mit Liebe. Der ebbt aber mit der Zeit ab. Wenn man jetzt ( wie so manche selbsternannten Beziehungsfachleute ) keine Ahnung hat, was Verliebtheit oder Liebe bedeutet, was sie in allen möglichen Varianten auslöst, erlöschen oder wieder entfachen lässt, denkt man nur ganz statisch. [...]


Hm, ich kenne das so, dass ich auch "später", bei ein und derselben Person, wieder Verliebtheitsgefühle, erspüren konnte - sprich: ich war mitten in der LTR wieder verliebt oder hatte zumindest die selben Gefühle (u. a. die gleiche Hormonausschüttung) wie in einer Verliebtheitsphase.


 
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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#31 von georgs77 ( gelöscht ) , 07.02.2015 15:55

Das kenne ich auch. Aber nur von Männern.

Und als einfaches Gegenbeispiel:
Ein Mann der immer tiefer in seine Oneitis verfällt, würde felsenfest behaupten, dass seine Liebe von Tag zu Tag größer wird. Ganz am Ende wenn Schluss ist, würde er das Gefühl vermutlich als "verliebt wie am ersten Tag, aber viel mehr" bezeichnen.

Es fühlt sich in diesem Moment echt an, aber als Außenstehender kann eine Oneitis niemals "Liebe" sein.


georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#32 von Char , 07.02.2015 17:48

Zitat von georgs77 im Beitrag #31

Es fühlt sich in diesem Moment echt an, aber als Außenstehender kann eine Oneitis niemals "Liebe" sein.

Ging ja auch um die oder das Verliebtheitgefühl.

Oneitis war es zu dem Zeitpunkt zumindest bei mir keine,
da ich nahezu zeitgleich bei mindestens einer anderen ähnliche "Gefühlsregungen" hatte...


Ich war allerdings in diesem Zeitabschnitt auch einfach mit mir selbst sehr zufrieden, war glücklich (wie so oft)
und sicherlich war da auch etwas gesunde Selbstliebe mit dabei.


 
Char
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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#33 von koc , 08.02.2015 16:41

Zitat von georgs77 im Beitrag #11

1) Eine leidenschaftliche Beziehung kann unmöglich länger als 4 Jahre gehen
2) Frauen wollen eigentlich nur eine Beziehung. Der Mann dazu ist austauschbar, so lange der Mann einigermaßen zuverlässig ist
3) Hat der Mann mal einen schwachen Moment und zeigt Emotionen, begreift die Frau ihn als Schwächling und sucht das weite
4) Frauen beenden nicht die Beziehung, wenn sie das Interesse / Ihre Liebe verlieren. Sie lassen sie einfach weiter laufen und gehen fremd, um den zukünftigen Neuen ausreichend zu qualifizieren. Hält dieser nicht was er verspricht, bleiben sie in der alten Beziehung als wäre nichts gewesen
5) Frauen können nicht alleine sein, deshalb streben sie immer auf dem möglichst direkten Weg nach einer Beziehung. Sind sie länger Single, sinken die Ansprüche deutlich



So, auf den ersten Punkt habe ich dir ja schon geantwortet.

Jetzt zu den Punkten 2-5:

Da klingt doch ein großer Teil Verbitterung durch.

Natürlich gibt es viele Frauen die sich daneben aufführen und denken ihnen gehört die Welt. Hast du aber auch schon mal darauf geachtet, dass viele Männer vor allem in Clubs, Bars sich gegenüber Frauen aufführen? Ganz ehrlich ich würde mir auch eine Schutzwall zulegen, wenn ich alle 2 Minuten von irgendeinem Vollidioten angemacht werde und das aufs übelste. Bei meistens 65% Männeranteil an aufwärts (in den meisten Bars und Clubs) benehmen sich viele wie an einer Fleischschau.

Diese Verbitterung ist ein großes Problem.

Es ist wohl das am weitesten verbreitetste Problem und die wenigsten sind sich überhaupt bewusst, dieses Problem zu haben. dabei ist es einer der häufigsten gründe für Misserfolg und besonders dann, wenn logisch kein Grund des Scheiterns zu finden ist, Frauen sich nicht recht öffnen, Dates zu nichts führen usw usw...

Sie sitzt meist sehr tief, niemand würde sie zugeben, wenn er denn überhaupt davon wüsste.


Hier gehts weiter:

Langfristige Beziehungen?


The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.


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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#34 von georgs77 ( gelöscht ) , 09.02.2015 03:15

Hallo Koc,

ja ;) das klingt definitiv verbittert. Und das würde es wohl auch nicht, wenn es nicht mindestens teilweise so wäre.

Mir persönlich fällt es jetzt nicht sonderlich schwer Frauen kennenzulernen. Ich weiß, wie sich die Typen in Clubs benehmen, und ich habe vollstes Verständnis für die Reaktionen der Frauen. Ich würde es umgekehrt nicht anders machen.

Meine Verbitterung kommt aber sicher auch nicht von "Körben", die ich mir in Clubs geholt habe, sondern von meinen Langzeitbeziehungen. Prägend für mich waren einfach die ersten beiden Langzeitbeziehungen. Die erste 7, die zweite fast 5 Jahre. Das erste war eine sehr gute Beziehung, obwohl sie heute für mich klar LSE war. Zumindest die ersten 4 Jahre lief es wunderbar. Danach veränderte sich meine Freundin sehr stark (Studium/Ausbildung), nahm die letzten Jahre sehr zu (etwa 30 Kilo), wurde sehr faul, verbrachte Ihre Zeit nur vor dem Fernseher und hat ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen. Sie beschimpfte mich in der Zeit ständig, was ich für ein "Spiesser" wäre, so mit geregeltem und ausgezeichnetem Job, sie wolle etwas "abentuerliches", denn spiessig könne sie im Alter werden. Generell benahm sie sich wie die absolute Prinzessin, wobei sie es sich nirgends...aber auch nirgends hätte erlauben können. Selbst im Freundeskreis wurde sie nicht mehr für voll genommen, was bei Ihr zu sehr viel Drama führte.

Damals war ich aber noch der Meinung, dass man eine Beziehung nicht beendet, nur weil die Dame ein paar schlechte Verhaltensformen zeigt. Mein damals sehr ausgeprägtes Helfersyndrom tat sein übriges (lieh ihr ständig Geld, was ich natürlich nie zurück bekommen habe), kümmerte mich um Ihre Bewerbungen, spielte Taxi usw. Im Bett lief ab den 5. Jahr nichts mehr. Alle 3-6 Monate 1x. Immer, wenn ich mich trennte, kam sie nach einigen Wochen verheult zurück und beschwor, dass sie nicht verstehe, was sie geritten hat und nur mit mir zusammen sein wollte. Ich glaubte ihr, und sie war 1-2 Wochen die absolute Traumfreundin. Danach war alles beim alten. Trennungen gab es in den letzten 3 Jahren drei oder vier.

Sie hat dieses Spielchen perfekt gespielt, und wenn ich wieder angebissen hatte, war ich uninteressant. In der Zeit litt ich extrem. Interessanterweise empfand ich die finale Trennung nicht als Befreiung, sondern hing direkt in einer etwa 6-monatigen Oneitis fest. Etwa 3 Monate nach Bewältigung der Oneitis (oder das, was ich damals dafür hielt), bin ich mit meiner zweiten langjährigen Beziehung zusammen gekommen.

(Ich spare mir kleinere Affairen und Beziehungen vor und zwischen meinen großen Beziehungen. Die tun nichts zur Sache und hatten nie einen Einfluss auf mich.... obwohl ich natürlich auch in andere Damen unglücklich verliebt war usw.)


Die zweite Beziehung, darüber habe ich ja schon ein bisschen was geschrieben. Die hat mich *richtig* reingeritten. Ebenfalls tief LSE, aber man merkte es nicht im geringsten. Ein richtiges Chamäleon... jeder liebte sie, sie war sehr sehr hübsch und klug. Und alles musste immer perfekt sein. Es war, als würde man eine "idealisierte" Beziehung führen. Die ersten 2-3 Jahre nahm ich als absolut perfekt war, mit Ausnahme ihrer extremen Eifersucht.

Sie hatte schlechte Erfahrungen gemacht, ich dachte das gibt sich, wenn wir etwas zusammen sind. Das gab sich auch tatsächlich, nämlich als sie mich nach 2,5 Jahren das erste mal betrog. Ich liess es ihr durchgehen, weil sie mir glaubhaft machen konnte (ich habe es geglaubt), dass ich sie in die Arme des anderen getrieben hätte, weil ich ihr zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hätte und nur auf meine Arbeit versessen wäre. Wie gesagt, ich war schwer verliebt und gelobte Besserung.

Sie blieb, weil sie auch die Annehmlichkeiten des Lebens mit mir sehr genoss (keine Geldsorgen, schicke große Wohnung) aber tatsächlich war die Beziehung tot. (Vorher jeden zweiten Tag Sex, danach alle 2-3 Monate).

Ich trennte mich irgendwann von ihr auf "Verdacht". Ich glaubte ihr einfach nicht mehr die Märchen, die sie erzählte. Ich war fest davon überzeugt, dass sie mir die letzten 1,5 Jahre nur eine Beziehung "vorgespielt" hat. Aber in jedem ernsten Gespräch (dass es alle 2-3 Monate mal ausgehend von mir gab) fand sie sehr plausible Gründe, weshalb ich mir das einbilde, und selbst wenn sie gewisse Dinge nicht abstritt, wären die Gründe die, dass ich ja ständig am Arbeiten sei.

Wie gesagt, ich glaubte irgendwann kein Wort mehr und trennte mich auf Verdacht. Sie packte ihre Sachen und war weg (wieder zu ihren Eltern ziehen). Keine Spur von Liebeskummer oder der Bereitschaft irgendwie alles noch mal hinzubekommen. Im Büro erzählte sie den Leuten, wie sehr sie die Situation mitnahm (mich sprachen viele drauf an. Insbesondere, was ich doch für ein Arsch bin, das arme Mädel so zu behandeln, obwohl sie nichts getan habe)

Ich hab also mein Ding gemacht, die gemeinsame Wohnung aufgelöst, alles Renoviert, mir eine neue Wohnung gesucht, neue Möbel gekauft, (denn alle meine Möbel hatten wir beim Zusammenziehen weggeworfen, weil sie nicht zum Stil der schicken neuen Wohnung passten). Alles was in der gemeinsamen Wohnung nicht eindeutig von mir gekauft war (also Deko, Geschirr und Küchenmaschinen, Bettzeug, Kissen usw.) und ihr gefielen nahm sie mit.

Ihrer Familie (die mich vergötterte) erzählte sie, ich hätte mich von ihr getrennt, weil sie meine sexuellen Vorstellungen nicht erfüllen wolle, dass es mir immer nur um Sex ging, und ich ihr klar gemacht hätte, dass ich sowieso nie an eine Zukunft mit ihr geglaubt hätte.

Über die Monate nach der Trennung kam aber Stück für Stück raus, dass sie etwa 3-4 Wochen bevor ich mich von Ihr getrennt hatte, sie langsam eine Romanze mit einem Typen aus der Hundeclique begonnen hat. Als ich mich von ihr getrennt habe, ist sie noch am gleichen Abend bei ihm eingezogen.


Tja... hinterher ist man immer schlauer. Und nein, ich würde noch immer behaupten, als ich sie gedatet habe, gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass sie irgendwie instabil sein könnte.

Ich muss aber auch einräumen, ich habe stark an Attraktivität während der Beziehung verloren, da sie alle meine "privaten" Unternehmungen durch tagelanges Eifersuchtsdrama sabotiert hat, bis ich erst gar nicht mehr versucht habe, Freunde alleine zu treffen oder ohne sie auszugehen. (Jaja... ICH hab das auch zugelassen, keine Frage)

Die extremen Eifersuchtszenen (wie gesagt, teilweise vollkommen an den Haaren herbegegriffene Anschuldigen) liefen auch nur die ersten ca. 2 Jahre. In dieser Zeit habe ich ihr immer klare Grenzen gesetzt und ein schlechtes Benehmen nicht geduldet. Interessant... jedesmal, wenn sie als Unterlegene aus diesen Streits hervorgegangen ist, war sie danach sexuell schwer erregt und eine Wildkatze im Bett, obwohl ich sie sonst eher als langweilig bezeichnen würde.

Naja... wie auch immer. Das waren die ersten 2 Jahre.

Dann habe ich mich selbständig gemacht und meine Firme gegründet. Von da an hatte ich sehr wenig Zeit, obwohl wir uns tatsächlich jeden Tag gesehen haben (tatsächlich von Anfang der Beziehung bis zu dem Zeitpunkt *jeden* Tag. Selbstverständlich hatte ich sie gerne bei mir, aber ich hatte ihr auch oft gesagt, dass sie gerne mal wieder bei Ihren Eltern schlafen könne usw. Sie wollte das so, sie meinte, sie will nirgends anders sein, außer bei mir. Ich hielt es immer für Liebe).

Das erste Mal, dass wir uns *nicht* gesehen hatten, war der Junggesellenabschied meine besten Freundes. Ich habe alles organisiert und wir sind mit einem Omnibus über's Wochenende nach Hamburg um's Krachen zu lassen. Das war das *erste* Mal in über 2 Jahren, dass wir uns nicht gesehen habe..... tja. Und abends auf einer Party lernt die einen Typen kennen, der ihr gefällt und 3-4 Wochen später erfahre ich zufällig (ein Haufen SMSen, die er gerade geschickt hat, während meine Freundin im Bad war und das Handy vor mir lag), dass sie mich mit ihm hintergangen hat und die beiden schon Pläne geschmiedet haben, wie und wann sie mir sagen könne, dass es Schluss ist.

Meinen "State" (falls das hier wirklich passt), ist in dem Moment kollabiert, wo die SMSen reingeflattert sind. (Glaubt mir, dass ist ein seeeehr interessantes Gefühl, wenn das Handy plötzlich mit Texten aufwartet wie "Es war echt schön gestern mit Dir", "Ich denke, dass wir das schon sehr bald häufiger tun werden ;)" oder "Hast Du es ihm schon gesagt")

Das war als hätte mir jemand schlagartig beide Eier abgeschnitten und stattdessen eine volle Ladung Anti-Baby-Pillen in jeden Hoden gestopft. Ich weiß noch, ich ging rüber zu ihr ins Bad, drückte ihr das Handy in die Hand und sagt, "pack Deine Sachen, geh und lass Dich nie wieder blicken!". Sie schaute mich mit großen Augen an und meinte noch "Schatz, bitte, jetzt lass es mich erklären... ich hätte niemals gedacht, dass Dich das überhaupt aufregen würde..."

Und dann fing ich das Flennen an, wie ein kleines Mädchen. Von jeglicher Männlichkeit war also innerhalb von max 15 Sekunden keine Spur mehr zu finden. Und ich bin mir sicher, ich stand in diesem Moment unter Schock. (Ich wüsste aber nicht, welches Trauma da aufgerissen sein sollte. Ich wurde davor noch nie betrogen, auch ich bin nie fremd gegangen)

Wie schon gesagt, ich hab ihr verziehen - aus Angst sie zu verlieren (ich war total abhängig von ihr in diesem Moment, während ich vorher selbst oft über Trennung aufgrund ihrer extremen Eifersucht nachdachte) und schliesslich war ich es ja auch, der sie in die Arme des anderen getrieben hat (das hat sie mir tatsächlich glaubhaft machen können) - und von da an, war das Leben mit ihr eine einzige Dressur.
Sie weigerte sich den anderen nicht mehr zu treffen. Sie sahen sich also weiterhin 1 Mal die Woche (das waren die Treffen von denen ich wusste), mailten, SMSten und sie hielt den Kerl wie ein Damokles-Schwert über unsere Beziehung. Im Stil von "....ich weiß nicht, was Du hast, wir sind jetzt nur noch Freunde. Aber, wenn Du ein Problem damit hast, dann geh, dann kann aus uns beiden doch noch mehr werden."

Nach etwa 2 Monaten war ich ein absolutes Wrack und hatte mich tatsächlich zum Gehen durchgerungen. Sie hielt mich aber zurück und machte mir klar, dass sie nur mit mir zusammen sein wollte und ihr ihr Verhalten leid tat. Sie habe jeden Kontakt zu ihm abgebrochen und als Beweis zeigte sie mir die SMS an ihn, in denen sie ihm klar gemacht hat, dass er sich nicht mehr bei ihr melden soll, weil sie mit mir zusammen sei.

Ich glaubte ihr also.... allerdings war der SMS-Verlauf auch komplett leer, ausser ihrer Nachricht und ein "ok, dann hab ich wohl verloren. Schade" von ihm. (Ich behaupte meine Ex nach der Trennung sehr gut kennengelernt zu haben. Ich bin mir sicher, dass sie nicht meinetwegen mit ihm Schluss gemacht hat, sondern der Typ in den 2 Monaten die sie ihn getroffen hat immer anhänglicher wurde und sie das abgeturnt hat)


Ok, genug jetzt.

Die Story ist noch harmlos zu den Dingen, die sie dann die nächsten 1,5 Jahre abgezogen hat. Ich halte das aber für irrelevant, es sollte aber klar sein, als welche Art von Frau sie sich entpuppt hat und weshalb ich aus einem Shockzustand heraus jegliche gesunde Selbstkontrolle verloren habe.

Die Trennung habe ich wie gesagt 1,5 Jahre später auf Verdacht "nachgeholt". Über die folgenden Monate sind dann aus dem Bekanntenkreis allerlei Geschichten aufgekommen (Leute haben sich verplappert, dass eben mit ihm schon was lief, dass sie bei ihm wohnt) während sie im Büro und ihrer Familie das enttäuschte verlassene Mäusschen spielte (um gemeinsame Freunde und Familie gegen mich aufzuhetzen).


Ich find's eine sehr bizarre Story. Ich denke mir, wer braucht Hollywood, wenn das Leben solche Geschichten schreiben kann.

Ach ja, kurz noch. Etwa 1,5 Jahre nach der Trennung hatte ich für mich entschieden dass ich ihr ihr Benehmen "verzeihe", weil sie letztendlich auch nur aus Angst und Unsicherheit so gehandelt hat (scheiss Benehmen, ok, aber sie wollte nicht explizit mir schaden, sondern war nur ständig vor der Flucht vor ihren eigenen Dämonen und ich stand dummerweise in der Schussbahn). Ich verzieh ihr also.

Mit der Entscheidung ihr zu verzeihen, wich auch spürbar meine Wut und das nagende Gefühl des Verrats. Allerdings nur explizit auf sie als Person.

Wie Du schon sagst, Koc, eine allgemeine Verbitterung gegenüber Frauen und Beziehungen, spürt man mir noch deutlich an.


Ich habe gestern und heute "Die Lücken in der Persönlichkeit" quer-gelesen. Das fand ich hoch interessant. Ich denke, dass ich aus der Verletzungsthematik und dem inneren Kind eine ganze Menge herausziehen kann. Meine Gute-Nacht-Lektüre habe ich somit schon mal.


georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#35 von Trafo ( gelöscht ) , 11.02.2015 15:31

Zitat von georgs77 im Beitrag #29

Zitat
Btw. ich habe nur ein Ideal und ungefähr drei Prinzipien. Ich wette du hast mehr. ;)


Meinst Du das ernst? Dann will ich sie hören.


Mein Ideal ist die Vorstellung wie ich sterben werde. Nämlich friedlich und zufrieden, ohne die Panik zu haben, irgend etwas verpasst zu haben. (Was nicht heißt, dass man alles getan haben muss oder dies probiert haben muss. Es reicht oft schon aus, wenn man mental hinter den Vorhang gucken kann.)
Prinzipien:
1.) Respektiere die Menschen die dich respektieren.
2.) Gewalt nur als letzte Lösung zur Verteidigung.
3.) Sein statt haben.


hat sich bedankt!
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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#36 von koc , 11.02.2015 21:49

Da poppen schon wieder so viele grundsätzlichen Sachen auf. Da musst noch ein bisschen auf Antwort warten,


The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.


 
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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#37 von georgs77 ( gelöscht ) , 11.02.2015 22:24

Hi Koc,

lass Dir Zeit. Und vergiss bitte nicht, dass war vor über 5 Jahren. So ein Verhalten würde ich heute auch nicht im Ansatz tolerieren.

Ich wollte damit nur die Hintergründe darstellen, die mich zum Beziehungsphobiker machten.

Bevor der Einwand noch mal kommt. Ich schliesse *nicht* wegen meinen zwei schlecht verlaufenden Beziehungen auf alle Frauen. Ich beobachte vielmehr seitdem meinen Freundes und Bekanntenkreis und sehe dort viele sehr ähnlich verlaufende Entwicklungen. Selbstverständlich kommen hier auch meine inneren Filter zum tragen, die mich evtl. nur die Dinge sehen lassen, die ich sehen will. (Bestätigung, dass Beziehungen mehr schaden als bereichern)

Auch ist mein Umfeld nicht die Welt. Eventuell ist München einfach nur ein oberflächliches Pflaster, eventuell ist mein Umfeld kontaminiert von Miesepetern. Ich weiss es nicht...


georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#38 von Just-do-it ( gelöscht ) , 11.02.2015 22:38

'Du ziehst an was du ausstrahlst'. :)



Wie lange warst du schon mal alleine und gänzlich ohne Verhältnisse zu Frauen am Stück?


Just-do-it

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#39 von Trafo ( gelöscht ) , 12.02.2015 10:34

Koc hat doch dies bzgl. ein sehr guten Artikel veröffentlicht, worum es um die Beziehungsfähigkeit des Mannes geht. Und da geht es auch darum, dass wenn der Mann schlechte Erfahrung mit seinen ursprünglichen Beziehung gemacht hat, dass er extrem skeptisch vor neuen wird, weil er eigentlich die Unkompliziertheit mag. Ich glaub das trifft sehr auf dich zu.


Trafo

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#40 von georgs77 ( gelöscht ) , 16.02.2015 17:37

Ja, Trafo. Ich denke, wir Männer mögen's unkompliziert und ohne Besitzansprüche... Ich glaube das ist kein Geheimnis ;)

Frauen liebes es aber ebenso leicht und verspielt. Sie mögen es zwar etwas verbindlicher, eben einen Mann der zu Ihnen steht und Ihnen der Fels in der Brandung ist, "Ernst" sollte es in einer Beziehung zu einer Frau aber trotzdem niemals sein.

Zu JDI: Nach jeder langen Beziehung habe ich mich selbst auf "Beziehungspause" gesetzt. Das ist so ein Ding zwischen mir und mir. Nach meinen langen Beziehungen habe ich mir 1 Jahr als Ziel gesetzt. Nach Affairen sind es 6 Monate "Frauen-Diät".
Das heisst nicht, dass ich in der Zeit zu Hause sitze und Trübsal blase. Ich leb mein Leben ganz normal und treffe mich auch dann auch gerne mit Frauen und flirte. Aber in der Zeit gibt's keine intimen Kontakte.

Keine Ahnung, weshalb ich das so handhabe. Für mich war das immer auf diese Art selbstverständlich, da ich auch die Zeit für mich gebraucht habe, um die Beziehung zu verarbeiten und meine Trauerarbeit zu leisten (ich habe immer auch um die Affairen getrauert).

Ich fühle mich sehr wohl als Single. Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich eine Entscheidung treffen kann, welchen Zustand ich als "besser" wahrnehme. Das Single-Leben empfand ich immer als erheblich intensiver, spontaner und total verrückt (besser als Hollywood, bei weitem). Das Beziehungsleben als liebevoller aber ebenso gesetzter und zeitlich herausfordernder.

Mei... ist beides toll.


georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#41 von Trafo ( gelöscht ) , 16.02.2015 18:27

Zitat von georgs77 im Beitrag #40
Ja, Trafo. Ich denke, wir Männer mögen's unkompliziert und ohne Besitzansprüche... Ich glaube das ist kein Geheimnis ;)
Frauen liebes es aber ebenso leicht und verspielt. Sie mögen es zwar etwas verbindlicher, eben einen Mann der zu Ihnen steht und Ihnen der Fels in der Brandung ist, "Ernst" sollte es in einer Beziehung zu einer Frau aber trotzdem niemals sein.


Leider bepacken sich so viele Menschen ihren Rucksack, voll mit Wackersteinen, so dass sie immer ängstlicher werden und nicht mehr diese Unkompliziertheit leben können. Mit Angst kann man einen Menschen am einfachsten und schnellsten manipulieren, weshalb viele Menschen diese Technik wählen, für das miteinander.

Zitat
Ich leb mein Leben ganz normal und treffe mich auch dann auch gerne mit Frauen und flirte. Aber in der Zeit gibt's keine intimen Kontakte.


Kann ich bei einer Beziehung nach vollziehen, bei einer Affaire weniger. Warum war es eine Affaire, wenn du dem ganzen hinter her trauern musst?

Zitat

Ich fühle mich sehr wohl als Single. Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich eine Entscheidung treffen kann, welchen Zustand ich als "besser" wahrnehme. Das Single-Leben empfand ich immer als erheblich intensiver, spontaner und total verrückt (besser als Hollywood, bei weitem). Das Beziehungsleben als liebevoller aber ebenso gesetzter und zeitlich herausfordernder.


Man kann auch beides haben! Wenn man sich innerhalb einer Beziehung einlullen lässt dann nicht. Wenn man aber frei bleibt und diese Freiheit auch beim Partner schätzt, dann fühlt sich dass an wie eine Mischung aus dem beiden Extremen die du beschrieben hast.


Trafo

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#42 von Just-do-it ( gelöscht ) , 18.02.2015 10:49

Zitat
Zu JDI: Nach jeder langen Beziehung habe ich mich selbst auf "Beziehungspause" gesetzt. Das ist so ein Ding zwischen mir und mir. Nach meinen langen Beziehungen habe ich mir 1 Jahr als Ziel gesetzt. Nach Affairen sind es 6 Monate "Frauen-Diät".
Das heisst nicht, dass ich in der Zeit zu Hause sitze und Trübsal blase. Ich leb mein Leben ganz normal und treffe mich auch dann auch gerne mit Frauen und flirte. Aber in der Zeit gibt's keine intimen Kontakte.

Keine Ahnung, weshalb ich das so handhabe. Für mich war das immer auf diese Art selbstverständlich, da ich auch die Zeit für mich gebraucht habe, um die Beziehung zu verarbeiten und meine Trauerarbeit zu leisten (ich habe immer auch um die Affairen getrauert).

Ich fühle mich sehr wohl als Single. Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich eine Entscheidung treffen kann, welchen Zustand ich als "besser" wahrnehme. Das Single-Leben empfand ich immer als erheblich intensiver, spontaner und total verrückt (besser als Hollywood, bei weitem). Das Beziehungsleben als liebevoller aber ebenso gesetzter und zeitlich herausfordernder.

Mei... ist beides toll.



Schön, im Grunde warst du aber nie länger mal Single am STück als 6 Monate?

Das bedeutet, dass du also fast schon systematisch neue Verhältnisse zu Frauen eingehst? Würdest du nicht nur die Vorteile begutachten, sondern
deine jeweilige Lebenszeit zu genießen wissen, wärst du sogar als Single glücklich.

Du bist quasi nie wirklich mal unabhängig und frei gewesen, deine Phasen der vermeintlichen 'Verarbeitung' waren stets unfreiwillige "Muss-durch-Phasen,
aber eigentlich ists ja auch ganz nett'-Phasen".

Mal lernen den Blick frei zu machen auf den eigenen Lebensweg. Und mal das Vorteil/ Nachteildenken verlernen, bzw. eher in Lebenszeit genießen
und weniger genießen andenken. :))


Char hat sich bedankt!
Just-do-it
zuletzt bearbeitet 18.02.2015 10:50 | Top

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#43 von georgs77 ( gelöscht ) , 22.02.2015 21:38

@JDI:

Ich war bis ich 21 war Single. (Nein, keine Jungfrau mehr ;) Aber vorher erschien mir keines der Mädels wert mit Ihr eine Beziehung zu führen). Nach meiner ersten langen Beziehung war ich 9 Monate Single. Dann kam meine "böse Beziehung". Danach war ich ziemlich exakt 1 Jahr Single. Dann kamen Affairen. Da zwischen eine 2 Jahre dauernde Beziehung. Danach ca. 7-8 Monate Single. Danach meine letzte Affaire.

@Trafo:

Wieso ich auch nach Affairen Trauerarbeit leiste? Ganz einfach. Für mich sind Affairen weit mehr als Freundschaft-Plus. Mal ein Häschen im Bett nenne ich noch lange nicht eine Affaire. Affairen sind bei mir Mädels mit denen ich 6+ Monate verbringe. Ich denke schon, dass da dann auch Trauerarbeit angesagt ist.

Aber wie gesagt, das ist einfach mein Ding. Ich erwarte nicht, dass das jemand nachvollziehen kann. Wenn ich jemandem davon erzähle, ernte ich sowieso schon seltsame Blicke. Einheitlich kommen dann eher Kommentare wie, "wieso sollte man länger als unbedingt notwendig Single sein". Für mich sind das aber Personen, die keinerlei Referenzwert haben. Ich weiß, dass sie das Single-Dasein als Art von "Krankheit" sehen, der unbedingt vermieden werden muss. Ein unfreiwilliges Dasein als halbe Person.



Eine ganz andere Sache aber... zwischenzeitlich ist doch das ein oder andere passiert:

Meine Kleine ist wieder zurück gekommen und wir haben uns mal ausgesprochen.
Sie hatte die Beziehung mit Ihrem "Neuen" einige Tage vorher beendet, als sie bemerkte, dass sie rund um die Uhr an mich dachte und tagelang vor Kummer nichts essen konnte. Sie erkannte selbst, dass der andere für sie nur eine "Ablenkung" von mir sein sollte und beendete das ganze mit einer ehrlichen Aussprache.

Einige Tage später suchte sie dann wieder Kontakt zu mir.

Wir haben die Dinge knapp geklärt und ich konnte mich für mein Verhalten entschuldigen. Nicht, dass diese Entschuldigung notwendig gewesen wäre, aber es war *mir* ein Bedürfnis.

Das ganze läuft nun wieder... ok, selbstverständlich auf einem exklusiveren Level.


georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#44 von Trafo ( gelöscht ) , 23.02.2015 16:05

Ich sehe das Singleleben nicht als Krankheit an, jedoch sind gerade Konstruktionen wie Freundschaftplus meistens nur Behelfs Konstruktionen. Man macht weder das eine noch das andere. Das ist ehr den kritischen Punkt den ich darin sehe. Denn Freundschaftplus ist in Grunde genommen eine Beziehung, dennoch versucht man aus welchen Gründen auch immer, eine Distanz zu einander aufzubauen. Entweder ich möchte mit einer Person eine Beziehung führen, dann gehe ich mit ihr ein Wagnis ein oder ich lasse es bleiben. Der Rest ist Wischi Waschi und typisch für die heutige Zeit, in der sich niemand mehr festlegen will, da ja was besseres kommen kann.

Daher mein Rat, du solltest wissen was du willst und deine Unwissenheit nicht an anderen Menschen auslassen.


Trafo

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#45 von koc , 23.02.2015 21:06

Zitat von georgs77 im Beitrag #43


Das ganze läuft nun wieder... ok, selbstverständlich auf einem exklusiveren Level.


Wie jetzt? Ex-back oder wie?


The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.


 
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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#46 von georgs77 ( gelöscht ) , 24.02.2015 01:04

Die Ex ist back, ja.

Aber der Thread hier ist nie als Ex-Back gedacht gewesen. Daher ist diese "Situation" zwar schön für mich, hat aber keinen Einfluss auf meine Thematik.


georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#47 von Just-do-it ( gelöscht ) , 05.03.2015 19:25

Wie sie alle plötzlich ihre Ziele vergessen, sobald ne Frau irgendwo is..

Is ja gar nicht needy so. Pffffft.


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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#48 von Char , 05.03.2015 19:31

Ist nicht das erste Mal, dass eine Baustelle ruht und lieber die Lippen gespitzt werden oder das Mundwerk mehr arbeitet, sobald eine Hübsche in der Nähe ist...


 
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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#49 von Just-do-it ( gelöscht ) , 05.03.2015 19:32

Eine Baustelle ruht?

Das is ja auch ne Entscheidung, deshalb meine ich ja: needy.

;)


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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#50 von Char , 05.03.2015 19:34









 
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