RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#51 von koc , 05.03.2015 20:42

Ich tu mir immer noch schwer, dass in die Erfolgsgeschichten zu verschieben. Passt so gar nicht.


The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.


 
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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#52 von georgs77 ( gelöscht ) , 19.03.2015 14:20

Ich hab nicht vor die "Baustelle" ruhen zu lassen.

Ehrlich gesagt hatte ich den selben Gedanken umgekehrt. A la "sobald die Frau zurück ist, interessiert niemanden das Thema mehr". Ich habe zwei Wochen täglich nach weiteren Perspektiven geschaut und war eher überrascht, dass niemand etwas beizutragen hatte. Ich denke schon, dass es noch vieles zu sagen gibt.

Und bitte, nein, das ganze ist bei weitem keine "Erfolgsgeschichte". Man kann nicht über "Inner"-Game reden und dann am Ende von Erfolg sprechen, weil irgend eine Puppe angebissen hat. Das ergibt so keinen Sinn für mich.

Das Thema ist und war "Bindungsangst" und wie/ob sie schadet oder nützt. Dabei würde ich auch gerne bleiben.


Die Affaire mag nun in eine Beziehung übergegangen sein (obwohl ich das nur für ein Wort halte, denn geändert hat sich gelebt rein gar nichts, außer, dass meine Kleine sich bei mir nun zu Hause fühlen darf). Ich würde jetzt nicht argumentieren "hey, ich bin in einer Beziehung, ergo habe ich gar keine Bindungsangst". Das wäre nur an der Oberfläche. Die Bindungsangst ist ja nur Resultat von Erlebnissen und Erfahrungen und meinen tendentiell negativen Glaubenssätzen rund um das Thema Mann-Frau.

Diese Glaubenssätze bestehen noch immer und sind nicht verflogen, nur weil meine Lady für sich entschlossen hat, mit mir weiter zusammen sein zu wollen. Spontan schwebt mir immer meine Befürchtung vor, dass ihre Motivation "zweckdienlich" sein könnte, obwohl es tatsächlich nicht die geringsten Anzeichen dafür gibt. Trotzdem stecken alte Erfahrungen noch tief in meinen Knochen und lassen mich ihr Verhalten ständig abschätzen.

Es ähnelt dem guten alten "Er liebt mich, er liebt mich nicht Spiel". Ich frage mich, weshalb ich denke überhaupt daran zweifeln zu sollen, da es letztendlich Ihr Schaden wäre, wenn sie ohne wirklich zu wollen mit mir zusammen wäre. Es wäre albern daran zu glauben, dass jemand so masochistisch sein könnte ;)

Wo kommt also mein Gedanke her, dass ich Ihre Motivation in Frage stellen könnte? Es dient mir nicht und es dient nicht der Beziehung. Ich denke, diesen Gedanken gerne einfach fallen lassen zu können.


Ein anderer (sehr) negativer Glaubenssatz, "Frauen schauen sich eigentlich immer um nach einem Besseren!". (Und zur Verteidigung der Frauen, das gilt ebenso für Männer. Von der Sorte kenne ich ebenfalls einen Haufen). Mit dem Glaubenssatz tue ich mich doch sehr schwer, denn ich kann ihn weder verifizieren noch falsifizieren. Es ist mir in meinen Partnerschaften mehrfach passiert und ganz sicher wird niemals ein Partner so etwas zugeben, selbst wenn es so wäre.

Ich weiß nicht, wie ich beginnen könnte einen solchen Glaubenssatz aufzulösen. Ich weiß nicht mal, ob ich mich überhaupt damit befassen sollte, denn wenn ein Partner gehen möchte, ist es doch eigentlich gleichgültig aus welchen Gründen. Er oder Sie hat einen "Besseren" gefunden, kann ein qualvoller Gedanke sein, obwohl er in der Regel nie der Realität entspricht.

Oder in Großmeister Kenobis Worten: "Es gibt immer einen größeren Fisch!"

Das Streben nach Verbesserung ist doch eine sehr menschliche Angewohnheit. Das Sich-mit-anderen-Vergleichen bleibt da nicht aus.

Ganz gleich, ich komme am Schluss immer auf den Gedanken, "Lieb Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest". Ich fühl mich pudelwohl mit mir selbst und ich empfinde es auch oft als Zeitverschwendung mir darüber Gedanken zu machen, was in anderen Köpfen vorgeht.

Mei.... vielleicht solle ich auch einfach die ersten Sonnenstrahlen geniessen und aufhören eine Doktorarbeit über meine Gedanken und Gefühle zu verfassen.


hat sich bedankt!
georgs77

RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#53 von koc , 25.03.2015 19:12

Zitat von georgs77 im Beitrag #52

Ein anderer (sehr) negativer Glaubenssatz, "Frauen schauen sich eigentlich immer um nach einem Besseren!". (Und zur Verteidigung der Frauen, das gilt ebenso für Männer. Von der Sorte kenne ich ebenfalls einen Haufen). Mit dem Glaubenssatz tue ich mich doch sehr schwer, denn ich kann ihn weder verifizieren noch falsifizieren. Es ist mir in meinen Partnerschaften mehrfach passiert und ganz sicher wird niemals ein Partner so etwas zugeben, selbst wenn es so wäre.




Immer wieder gibt es heftige Diskussionen über "die Frau" an sich. Vorurteile, Vorverurteilungen und zum Teil unhaltbare böse Märchen werden über Frauen erzählt. Größenteil von AFCs in die Welt gesetzt. Aber auch vermeintliche PUA und Alphas zeichnen mit ihren Hardcore Ansichten ein vollkommen überzogenes Bild der Frau. Diese Textreihe soll etwas dazu beitragen so manche Vorurteile zu beseitigen und etwas mehr "Ausgewogenheit" zu dem Thema beizutragen.

Einführung

Das Männer und Frauen sich gegenseitig über das jeweils andere Geschlecht beschweren ist nichts Neues, und das dabei oft deftige Sätze fallen im kleineren Kreis ist nicht selten. Oftmals muss Mann oder Frau einfach mal ein wenig Frust ablassen und seinem/ihrer besten Freund/in den Unmut über Männer oder Frauen freien Lauf lassen.
Bei einem Bier wird sich über kleinbrüstige Frauen lustig gemacht und gesagt, dass die Exen eh alle scheiße aussahen und nicht annähernd den Wünschen und Ansprüchen genügt haben. U Und ein absolut ähnliches Bild bei den Frauen. Was jetzt vielleicht auf den ersten Blick als hart oder gar gefühlskalt klingt ist in Wahrheit nur harmlos. Ein lustiger Zeitvertreib der in erster Linie dazu dient den Abend einfach mit Humor und Witz zu gestalten. Aber am Ende des Tages wissen sowohl die Frauen als auch die Männer, dass sie einander brauchen, einander begehren und dass die Welt einfach unsagbar ärmer wäre falls, dass andere Geschlecht wirklich nicht existieren würde. Das gilt zumindest für den Großteil der Leute.

Aber es gibt in der Tat eine Fraktion bei den Frauen und Männern, die tatsächlich das andere Geschlecht deutlich negativer betrachtet als es so üblicherweise der Fall ist. Mit der Männerhasser-Fraktion der Frauen beschäftige ich mich nicht; können sich gerne die Cats drum kümmern, sofern es ihnen gefällt. Grob formuliert sind es Männer, die Frauen zwar begehren um ihre Triebe zu befriedigen aber in Wahrheit schätzen diese Frauen nicht, sie halten sie für was gefährliches; womöglich sogar schädliches, im Extremfall für etwas minderwertiges oder gar moralisch verkommenes.

Es muss verstanden werden, dass
1) diese Sichtweise nicht normal und förderlich ist und
2), dass es eine subjektive (pseudo) Wahrheit ist und der Fehler bei dieser Sichtweise nicht bei den Frauen liegt, sondern in euch selbst. Euer Unmut hat fassbare Gründe, die ihr selbst ernst nehmen solltet und auch klar reflektieren müsst.

Nun lasst uns doch mal diese Vorurteile gegenüber Frauen genauer betrachten und womöglich wird sich zeigen, dass diese nicht gerechtfertigt. Oder anders gesagt, im Ansatz !!! das wahre Wesen der Frau erforschen.

Frauen sind unloyal

Vorurteil: Frauen kennen Begriffe wie Treue und Loyalität nicht. Sie sind zwanghaft auf der Suche nach dem Mega-Alpha und verlassen alles und jeden um sich dann immer vom scheinbar anziehenderen Mann verführen zu lassen.
Viele Männer sind bei der ersten Durchsicht des Forums, welches suggeriert man habe das Mysterium Frau entziffert, schlichtweg schockiert. Sätze wie „Verführe sie jeden Tag aufs Neue sonst verlierst du an Attraction und wirst zum Beta“ stellen für die meisten eine Herausforderung da, die (vorerst) schlichtweg nicht zu erfüllen ist. Aber auch Sätze wie „Wenn ein anderer Mann verführerischer ist als du, dann geht sie fremd“ schüren Ängste und Unsicherheiten. Fast schon logisch, dass viele Männer da die Frau als eine willenlose vom Hedonismus getriebenes Biest ansehen. So etwas führt eben nicht dazu, dass Frauen als liebenswert betrachtet werden. Der Anspruch um ein guter Verführer zu sein scheint so immens, dass man verzweifeln könnte. Vor allem dieses Konkurrenzdenken macht vielen zu schaffen. Schließlich will man in einer Beziehung auch Beständigkeit und Geborgenheit erfahren und nicht Tag für Tag im Wissen aufstehen, dass man ja jederzeit seine LTR verlieren könnte wenn man nicht zu jederzeit 110% gibt. Diese „Up or Out“ Mentalität könnte ja einen fertig machen.

Nun zum einen steht es außer Frage, dass Mann in Konkurrenz zu anderen Männern steht. Ob jetzt indirekt zur Männerwelt im Allgemeinen oder direkt zum einem anderen konkreten Mann. Das ist normal und dessen sollte man sich nicht fürchten. Denn ein selbstbewusster Mann weiß vor allem eins. Nicht nur ich stehe in Konkurrenz zu anderen sondern auch mein Mädchen steht in Konkurrenz zu anderen Frauen. So ist dies ein wechselseitiges Unterfangen und keineswegs eine Einbahnstraße. Typischer Fehler des Non-Alpha (das Wort AFC will ich vermeiden) ist, dass er sich nur in Konkurrenz zu anderen sieht und seine HB konkurrenzlos auf ein Podest stellt. Klar mit diesem Mindset und dieser Herangehensweise steht man tierisch unter Druck und kann praktisch nur verlieren. Ein Alpha hingegen kann sein HB halten (oder auch verlieren) oder auch jederzeit ein anderes HB kennenlernen und damit selbst zum Winner des „Konkurrenz-Prinzips“ werden. Ich denke, dass dies eine Tatsache ist, die man akzeptieren muss. Konkurrenz ist da, nur wie werde ich damit zurecht kommen? Wie immer bei sowas hilft die SuFu zum Thema Inner Game.

Doch befassen wir uns erst mal mit dem Kern des Vorurteils. Dieser ist nämlich, dass Frauen sich jederzeit für einen anderen Mann entscheiden werden, sofern er temporär gesehen besser im Stande ist momentan ihre Bedürfnisse zu befrieden. Sprich eure Beziehung läuft ganz nett aber nicht überragend; sie trifft einen anderen Mann, der sie begeistert und zack landen sie im Bett. An euch wird sie nicht denken, an eure LTR sowieso nicht. Dies ist so nicht richtig! Kriselt es in eurer LTR oder hat sie einfach einen kleinen Durchhänger bedeutet das nicht automatisch, dass sie euch sofort verlässt, euch fremd geht oder sie die LTR abgeschrieben hat. Hat eure LTR ein solide Grundlage, sind eure gemeinsamen Ziele klar definiert, werden zeitlich begrenzte Durchhänger verziehen und führen nicht zum aus. Frauen sind beim besten Willen nicht amoralischer als Männer, wissen um die Bedeutung einer LTR und gehen nicht notorisch fremd. Auch werden zeitlich begrenzte Durchhänger bei der Attraction verziehen sofern sie nicht zu ein chronisches Ausmaß nehmen. Gewiss wenn eine Beziehung konstant den Bach runter geht und Monat für Monat die Attraction verloren geht, dann führt dies zum Bruch. Aber dies kann man einer Frau dann nicht übel nehmen. Schließlich investiert man Zeit und Energie in die Dinge an die man glaubt und wenn es nicht mehr der Fall ist dann lässt man es eben sein. Jeder selbstbewusste Mann handelt nach dem gleichen Prinzip. Auch ist die Erwartungshaltung der Frau recht unterschiedlich. Die Eine will ihren Spaß haben in der LTR und denkt an keine direkte Zukunftsperspektive. Dieser Typ Frau wird stärker darauf bedacht stets das Maximum für sich selbst herauszuholen und wird Durchhänger jeglicher Art kaum tolerieren. Eine Andere wird mehr in die Zukunft denken und betrachtet den Mann als ganzes und wird sich durch zwischenzeitliche Tiefs weniger beirren lassen und wird eine geringere Tendenz zum nexten aufweisen. Dies hat mit dem Alter, ihrer Persönlichkeit, wie auch mit den Lebensumständen zu tun. Das Vorurteil, dass jede Frau sofort nextet oder leicht verführbar ist oder, dass Treue ein Fremdwort für die Frau sei, ist zu oberflächlich und zugleich ein tödliches Mindset. Tödlich, weil es euch unter enormen Druck stellt und somit ein genießen der LTR praktisch unmöglich macht. Zugleich, weil dieses Mindset einen regelrecht paranoid macht und schlussendlich zum Scheitern der LTR führt. Die Frau wird die Beziehung normalerweise nicht auf einmal und mit einem Riesenknall in die Brüche gehen lassen, wenn vorher alles super war, sondern anfangen Zeichen zu senden, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Das Forum bietet euch genug „Lehrstoff" um die Zeichen zu erkennen und einem absoluten Attractionmangel entgegenzuwirken. Nur verliert euch nicht in eurer Skepsis und ständiger Analyse der Beziehung. Zuviel ist nie gut.

Negative Foreneinträge schüren Ängste und sähen Misstrauen. Forenbeiträge wo Männer ihren Kummer freien Lauf lassen, dass sie betrogen wurden. Foreneinträge, die eine Anleitung sind wie man vergebene Frauen laid. Einträge wo sich andere Mitglieder damit brüsten, dass sie vergebene Frauen als FB haben usw. Das kommt alles vor, daran besteht kein Zweifel. Nur von gewissen Ereignissen eine Regel abzuleiten, ja sogar sein ganzes Weltbild danach auszurichten ist zu viel des Guten. Es hängt von jeden selbst ab ob man das Glas halb voll oder eben halb leer sieht. Ich kann jeden nur ermutigen das Glas halb voll zu sehen. Denn wer Beziehungen jeglicher Art eingeht, voller Misstrauen, Missmut und die Mentalität hat „ die Frage ist nicht ob es schief geht sondern wann“, der macht sein Leben um einiges ärmer.


The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.


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RE: Bindungsangst und L(i)ebensstrategie

#54 von MaZe ( gelöscht ) , 26.03.2015 19:21

Danke Koc, gutes Ding..


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