Hallo Zusammen!
Habe mich hier ein bisschen durchgelesen und schon ein paar nützliche Infos für mich gewinnen können.
Ich wollte euch trotzdem kurz meine Geschichte erzählen und hoffe, dass ihr mir etwas dazu sagen könnt.
Mein Ex und ich waren 4 Jahre zusammen. Kennen tun wir uns aber schon gut 15 Jahre (ich bin 28 und er ist 34). Er war früher ein sehr guter Freund von meinem Bruder und so haben wir uns kennengelernt.
Irgendwann hat sich die Freundschaft zu meinem Bruder langsam aufgelöst (ich war damals schon total begeistert von ihm).
Wie es manchmal so ist haben wir uns vor 4 Jahren zufällig beim Weggehen getroffen und mit einem holprigen Anfang (er war frisch getrennt) wurden wir zunächst sehr glücklich.
Er hat mich einfach auf Händen getragen (gibt es kein Heulsmiley?), er war total lieb, wir haben viel unternommen und viel geredet und im Bett war es auch sehr schön zwischen uns.
Nach einem Jahr sind wir zusammengezogen und ein paar Monate später gingen die ersten Probleme los. Er war oft distanziert irgendwie in sich zurückgezogen. Er hatte immer weniger Lust auf Sex! Dann bekam er in seiner Firma eine neue Stelle mit viel mehr Verantwortung. Ich versuchte immer für ihn da zu sein, ihm den Rücken frei zu halten. Er war oft gereizt aber das habe ich verstanden, er hatte wirklich viel stress auf der Arbeit. Zuhause mit angepackt hat er nicht, obwohl ich auch Vollzeit arbeite. Aber er arbeitet länger als ich.
Trotzdem waren wir immer füreinander da und haben uns miteinander wohl gefühlt. Ich habe ihn gefragt ob er mit mir glücklich ist und das hat er immer bejaht.
Anfang letzten Jahres ist sein Vater an Krebs gestorben. Das war eine sehr, sehr harte Zeit. Für die ganze Familie. Und auch für uns. Mein Ex wurde depressiv, seine Mutter hing sich plötzlich an ihn ran als gäbe es nichts anderes mehr. Mein Ex fing an immer mehr zu trinken :-( und immer öfter. Ich habe so sehr versucht ihn zu einer Therapie zu bewegen, zu lernen anders mit dem Verlust seines Vaters umzugehen, aber er wollte nicht. Er kann sogar bis heute nicht über seinen Vater reden und wie es ihm damit geht. Er hat nicht eine einzige Träne geweint und ich weiß wie wichtig sein Vater für ihn war. Er war immer nur stark für seine Mutter und seine Schwestern.
Jedenfalls war ich immer an seiner Seite, habe ihn unterstützt, war für ihn da, habe mich um seine Familie gekümmert. Wollte ihn einfach nicht im Stich lassen. Das alles hat mich auch sehr belastet und meine Arbeit und meine Freunde und Familie litten darunter. Ich hatte kaum noch Zeit und war immer nur müde und kaputt.
Langsam rappelte er sich etwas. Trank weniger, war weniger aggressiv. Er hatte sich auch ein paar Wochen auf der Arbeit krank geschrieben und dann ging er wieder hin. Ich dachte es geht bergauf.
Im September letzten Jahres dann kam ich nach Hause und er kam nicht von der Arbeit zurück. Ich versuchte ihn anzurufen aber das Handy war aus. Ich versuchte 2 Stunden lang ihn zu erreichen, habe auf der Arbeit angerufen, seine Mutter angerufen, Freunde, nichts. Dann rief seine Mutter mich an, weinend und am Ende. Er hatte versucht sich das Leben zu nehmen.
Ich kann es einfach nicht begreifen. Er hat weder mir noch seiner Familie einen Abschiedsbrief hinterlassen. Und er hat nichts dazu gesagt. Nichts. Ich bin direkt in das Krankenhaus gefahren. Er war bei bewusstsein. ich habe geweint, gebettelt. Er hat nicht mit mir gesprochen. ich durfte dann auch nicht lange bleiben und er kam in psychologische Betreuung. Er kam sogar kurzzeitig in die geschlossene!!!
Ich kam seit dem Tod seines Vaters nicht mehr an ihn ran. Er hat einfach zu gemacht. Aber ich hatte immer noch Hoffnung. Selsbt nach seinem Selbstmordversuch wollte ich einfach nur für ihn da sein. ich hatte natürlich totale Angst. Aber immer noch Hoffnung. Und ich war auch manchmal wütend auf ihn. Wie er das machen konnte.
Ab November war er wieder zuhause. Er war kaum wiederzuerkennen. Ich sah ihn endlich mal wieder lachen. Er hatte mehr Kraft. Es ging ihm besser. Meine Hoffnung wuchs immer mehr, nur was immer seltsam war ist, dass er mich nicht mehr küsste. Im Bett lief schon lange nichts mehr :-( Nikolaus kam er dann zu mir.
Er sagte, er weiß nicht mehr ob er mich noch liebt. Es wäre soviel passiert. Er würde sich nicht mehr wohl fühlen in unserem Zuhause. In meiner Nähe. Er bat mich um entschuldigung für all das was er mir angetan hat. Er wollte für ein paar Tage zu seiner Mutter ziehen und sich Gedanken über alles machen. Er fuhr noch am selben Tag.
Einen Tag vor Heiligabend war er zuhause als ich von einer Freundin kam. Er sagte, dass es vorbei ist und er keinen Sinn mehr in unserer Beziehung sieht. ich würde ihm immer noch sehr viel bedeuten aber es würde einfach nicht mehr ausreichen. ich hätte jemanden verdient, der mich glücklich macht und nicht so viele Probleme hat.
Ich war so unglaublich geschockt. Ich habe bis Neujahr durchgeweint. Ich komme damit einfach nicht zurecht, weiß nicht was ich machen soll. Er fehlt mir so. Ich war doch immer da für ihn. Und ich weiß doch wie er wirklich ist. Wie er in den ersten Jahren war. Ich liebe ihn so und ich weiß das wir das schaffen können. Er möchte im Moment nicht mit reden und braucht Zeit für sich.
Ich drehe durch. Ich kann nicht mehr schlafen und wirklich nichts mehr essen. Ich sehe aus wie eine leiche und habe so ein riesiges Loch in meiner Brust. Das kann ich mit Worten nicht ausdrücken wie sehr er mir fehlt.
Durch das was ich bis jetzt hier gelesen habe, habe ich schon gesehen das ich so gut wie alles falsch gemacht habe. Ich habe ihn bis jetzt auch regelrecht belagert, dass muss ich leider zugeben.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. 
Danke für eure Antworten. Ich bin immer noch unter Schock und habe für diesen Beitrag jetzt ewig gebraucht weil ich immer und immer wieder anfange zu heulen. Ich bin einfach nur am Ende.
Mia
Hallo Mia,
willkommen hier im Forum.
Nimm dir wirklich aktiv die Zeit zum weinen, zum reinigen, damit du all deine Gefühle rauslassen kannst und sie nicht vergräbst. Das ist gut so!
Und dann gehe raus, spazieren und bewege dich so ein wenig. Nach Möglichkeit in der Natur, Wald, Park o.ä.
Hast du dir schon den Großen Ratgeber angesehen? Hier sind auch einige Übungen drin, um die Trennung zu verarbeiten.
Und lese hier im Forum. Mir hat allein das lesen oft viel geholfen.
Du warst viel in den letzten Jahren für ihn da.
Doch jetzt ist nur eins wichtig:
DU
Konzentriere dich jetzt nur auf DICH.
Denn du bist wichtig.
Ich bin mir sicher du schaffst das.
Akzeptiere, dass du dich so fühlst wie du es tust.
Nur so kannst du es wirklich verarbeiten.
Ich wünsche dir alles Gute.
Bis demnächst :)
Hallo Micha!
Vielen Dank für deine Antwort. Mich um mich kümmern. Das ist lange her.
Im Moment fühle ich mich zu nichts fähig. Bin auch krankgeschrieben seitdem er es endgültig beendet hat. Eigentlich verkrieche ich mich gerade nur. Das ist vielleicht der Fehler.
Ich bin so mit ihm beschäftigt das ich mich vergesse. Du hast recht. Ich muss zu Kräften kommen. Wenn ich wieder arbeiten kann lenkt mich das mit Sicherheit ab.
Ich hoffe das ich das schaffe. Ab und an denke ich wirklich das mich das kaputt macht. Als ich mich heute morgen auf die Waage getraut habe, war ich sehr erschrocken. So kann es auch nicht mehr weiter gehen :-(
Vielleicht sollte ich am Wochenende mal zu meiner Tante fahren und dort bleiben. Hier erinnert mich alles an ihn und an uns.
Danke für den Ratschlag. Ich habe mir gerade die Trennungssofortmaßnahmen angesehen und lese mich weiter durch.
Viele Grüße
Hallo Mia!
Das ist eine Super Idee, mal für ein Paar Tage wo anders hinzufahren. Dahin wo dich nichts an die Beziehung erinnert und du Gesellschaft haben aber auch für dich sein kannst, wenn du willst. Vor Jahren hab ich auch mal eine Trennung nach 7 Jahren Beziehung durchgemacht. Er hat mich für eine andere sitzen gelassen. Damals bin ich dann einen Bekannten am anderen Ende von Deutschland eine Woche besuchen gefahren. Das reicht zwar nicht um alles zu verarbeiten. Aber man gewinnt zumindest etwas Abstand und manchmal auch eine neue Sichtweise...
Und bitte achte auf dich. Ich habe damals nachher noch 45 kg gewogen und war nur noch ein Haufen aus Haut und Knochen.
Aber je weniger kraft du hast, desto weniger kannst du nach vorne sehen.
Sei gedrückt
Hallo Litlamin!
Ich habe manchmal auch so ein komisches Gefühl in Bezug auf eine andere. Weil er so verändert war als er wieder nach Hause kam. Aber vielleicht bilde ich mir das nur ein. Meine Gedanken gehen in alle Richtungen. Ich hoffe es zumindest.
Ich bin im Moment auch nur noch Haut und knochen. Aber wenn ich etwas versuche zu essen, dann bleibt mir der Bissen wortwörtlich im Hals stecken. Vielleicht geht es bei meiner Tante besser. Wenn es nicht besser wird sollte ich vielleicht mal selbst überlegen mir hilfe zu holen. Du bestärkst mich noch mehr in der Idee. Ich muss auch langsam mit jemandem darüber reden. Ich konnte das bisher nicht nur kurz mit meiner Familie etwas länger mit meinem Bruder aber dann wollte ich meine Ruhe haben.
Hier im Forum zu lesen tut mir jetzt schon gut.
Viele Grüße
Mia, eine bitte noch:
Suche nicht ausschließlich nach Ablenkung (ist natürlich trotzdem gut, um auf andere Gedanken zu kommen).
Du brauchst auch die Verarbeitung und diese kommt nicht durch Ablenkung, sondern eben eher aus Zeit mit sich alleine verbringen.
Gepaart mit Bewegung finde ich das großartig und daher liebe ich diese Spaziergänge alleine. Da ist es mir auch egal, ob es regnet.
Im Moment sehe ich die Gefahr nicht. Seitdem er es beendet hat bin ich fast nur alleine gewesen. Einen Abend bin ich rausgefahren. Zu den Orten die uns wichtig waren aber das hat mich fast um den Verstand gebracht.
ich wünsche mir einfach nur einen Tag an dem ich merke, dass der Schmerz etwas besser wird. Und ich wünschte so das es nur ein schlechter Traum ist. Oder das er es bereut und mich anruft.
Aber er hat immer gesagt, wenn er sich von einer Frau trennt dann ist es endgültig. Das wäre immer so bei ihm gewesen.
Vielleicht gehe ich morgen mal spazieren. Die frische Luft wird bestimmt gut tun. Danke, ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar. Ich bin noch nie verlassen worden und kann nicht recht damit umgehen.
Du solltest reden. Als ich damals zu meinem Bekannten gefahren bin haben wir Nächte und tagelang nur geredet. Und das tut gut. Es hilft dir, deine Verzweiflung loszuwerden.
Mir hat damals der ex durch die Trennung den Boden unter den Füßen weggezogen. Durch die Trennung hatte ich nichts mehr. Kein zu Hause, meine zukunftswünsche zerplatzten (lange Geschichte) und er... War weg und ich saß da. Mit meinen 4 Pferden.
Aber glaube mir eins. Mit etwas Abstand wirst du irgendwann sehen, dass Dein ganzes Leben nur und ausschließlich auf IHN ausgerichtet war. Deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse, nach Nähe, nach Liebe und gemeinsamer Zukunft.
Finde erstmal dich selbst wieder.
Hier im Chat gibt's übrigens auch nette Leute die zuhören. :-)
Ich habe so viele fragen an ihn. Als er mit mir geredet hat war ich zu geschockt um sie zu stellen. Ich war wie erstarrt. Meint ihr es wäre richtig ihn um ein letztes Gespräch zu bitten? Oder einen Brief zu schreiben?
Litlamin ich weiß auch nicht mehr was richtig ist. Ob es wirklich richtig sich so sehr um einen Partner zu kümmern und für ihn da zu sein. Ich meine, was habe ich nun davon? Er lässt mich mit meinem Kummer alleine.
Was du sagst mit dem Zuhause. Ich fühle auch nicht mehr zuhause, weißt du was ich meine? Andererseits hat er versucht sich das Leben zu nehmen. Das muss man sich mal vorstellen. Wie es einem dann gehen muss. Und wenn ich schon nicht an ihn ran komme. Ich bin gerade sehr aufgewühlt. Werde jetzt erstmal schlafen. Den Chat werde ich bestimmt benutzen danke! Bis später.
Guten Morgen Mia,
In solchen Situation wie dem Tod des Vaters ist es als Nahestehender oft nur hilfreich anwesend zu sein und zuzuhören, falls etwas kommt.
Mehr, gerade aktiv, kann ma da glaube ich nicht machen.
Zum Gespräch bzw. Brief.
Davon rate ich dir ab. Diese werden nicht die Trennung wieder aufheben. Wahrscheinlicher ist es, dass du dann nur wieder die Rückmeldung bekommst: "Es ist aus" womit du dir wieder einen versauten Nachmittag einhandelst.
Für dich mag die Trennung überraschend gewesen sein. Für ihn nicht. Er hat sich damit wahrscheinlich schon eine Weile beschäftigt.
Einen Brief schreiben bzw. eine Art Tagebuch führen, halte ich für sinnvoll.
ABER: Der Brief wird NICHT abgeschickt. Der ist dann nur für dich, dass du deine Gedanken los wirst und sie aufschreibst.
Wenn dir das hilft tue das jeden Tag. Schreibe auf was dir durch den Kopf geht, reflektiere deinen Tag.
Hi Mia,
willkommen in unserer kuscheligen Runde. Stimmt, der Heulsmiley ist weg. Dann nehmen wir eben diesen hier: 
Und nun genug Weichgespüle und zum Wesentlichen.
Zitat
Ich drehe durch. Ich kann nicht mehr schlafen und wirklich nichts mehr essen. Ich sehe aus wie eine leiche und habe so ein riesiges Loch in meiner Brust. Das kann ich mit Worten nicht ausdrücken wie sehr er mir fehlt.
Durch das was ich bis jetzt hier gelesen habe, habe ich schon gesehen das ich so gut wie alles falsch gemacht habe. Ich habe ihn bis jetzt auch regelrecht belagert, dass muss ich leider zugeben.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Dieser Zustand ist völlig normal. Du entscheidest für Dich selber, wie lange Du durch diesen kalten Entzug gehen und wie schnell/konsequent Du diesen jetzt durchziehen willst. Bedeutet, soll dieser Zustand lange dauern, bleibst Du im Bett und trauerst richtig und versinkst im Kopfkino und CDM.
Soll es Dir schneller wieder besser gehen, wird Dein erster Schritt sein, sämtliche Dinge die sogenannte Flashbacks auslösen können, bei Seite zu bringen. Räum sämtlichen Krempel weg! Lösch die Telefonnummer und lass bloß die Finger von Internet und den tausend Möglichkeiten die sich zum stalken bieten. Lass es einfach sein, es bringt Dir nur Kopfkino und Dich gleichzeitig in den CDM.
Nochmal bildlich erklärt: Der Junkie auf H wird nicht dadurch clean, wenn er sich weiterhin vereinzelte Dosen seines Stoffes verabreicht. Dann bleibt er ewig an der Nadel hängen. Und nach jeder kleinen Dosis steigt der Drang doch noch mehr zu konsumieren, weil es so gut tut (oder eben nicht – Hauptsache der Stoff ist da).
Dass Du die KS jetzt dringlich durchziehen solltest, erklärt sich von selber. Lies Dich auch noch einmal ausführlich in den Ratgebern dazu ein. Wir können hier immer nur mal wieder die Kurzform wiedergeben. Und wenn es sein muss, dann lies das Kapitel zur KS x-Mal. Druck es Dir aus, vergrößere es und häng es Dir von mir aus in jedes Zimmer Deiner Wohnung. Wenn Du Fragen hast, immer her damit.
Zitat
Dann bekam er in seiner Firma eine neue Stelle mit viel mehr Verantwortung. Ich versuchte immer für ihn da zu sein, ihm den Rücken frei zu halten. Er war oft gereizt aber das habe ich verstanden, er hatte wirklich viel stress auf der Arbeit. Zuhause mit angepackt hat er nicht, obwohl ich auch Vollzeit arbeite. Aber er arbeitet länger als ich.
Ach Gottchen, der arme Mann. Hat er eine Vollzeitstelle und soo viel zu tun. Klar tut Frau was nur möglich ist um die Unterstützung zu geben. Auch wenn es auf die eigenen Kosten geht! Gereiztheit wird natürlich verziehen, ist ja alles soo verständlich.
Oder doch nicht? Stopp! Da war doch noch was: Richtig. Reflektier das mal in Ruhe für Dich selber. Unterstützung in einer Partnerschaft zu geben ist völlig legitim. Aber eine intakte Beziehung lebt vom Gleichgewicht. Warum konnte sich diese Situation so entwickeln? Verständnis hin oder her. Aber sobald der Partner anfängt, so ein Verhalten an den Tag zu legen und Frau trotzdem immer wieder Verständnis und Entschuldigungen für ihn findet, stimmt irgendetwas nicht.
Zitat
Trotzdem waren wir immer füreinander da und haben uns miteinander wohl gefühlt. Ich habe ihn gefragt ob er mit mir glücklich ist und das hat er immer bejaht.
Wart ihr das? War er das? Warum fragst Du ihn das? Wenn man glücklich ist, braucht man keine Nachfragen. Sondern man spürt es. Woher also Deine Aufopferung?
Für mich drängt sich da die Frage auf: War es für ihn Glück? Oder einfach nur Bequemlichkeit? Weil Mia macht das alles schon?
Zitat
Mein Ex fing an immer mehr zu trinken :-( und immer öfter. Ich habe so sehr versucht ihn zu einer Therapie zu bewegen, zu lernen anders mit dem Verlust seines Vaters umzugehen, aber er wollte nicht.
Ich kann Dir das gut nachfühlen. Auch das Gefühl der Ohnmacht das Du da wohl gehabt haben musst. Aber und das ist ganz wichtig das Du das verinnerlichst: Wenn jemand nicht will, kannst Du nichts machen. Damit ein Mensch etwas unternimmt, muss der Leidensdruck groß sein. Irgendwann kannst Du dann zum Selbstschutz nur noch die Mühen einstellen. Zwar mit dem Angebot da zu sein, aber nur dann wenn der Wille zur Veränderung bei dem Betroffenen besteht. Angehörige die selbst emotional in der Sache verwickelt sind, sind immer die schlechtesten Ratgeber. Leider.
Zitat
Jedenfalls war ich immer an seiner Seite, habe ihn unterstützt, war für ihn da, habe mich um seine Familie gekümmert. Wollte ihn einfach nicht im Stich lassen. Das alles hat mich auch sehr belastet und meine Arbeit und meine Freunde und Familie litten darunter. Ich hatte kaum noch Zeit und war immer nur müde und kaputt.
Siehe oben. Hier wird es nochmal besonders deutlich.
Zitat
Langsam rappelte er sich etwas. Trank weniger, war weniger aggressiv.
Was heißt aggressiv?
Zitat
Er hat nicht mit mir gesprochen. ich durfte dann auch nicht lange bleiben und er kam in psychologische Betreuung. Er kam sogar kurzzeitig in die geschlossene!!!
Gut für ihn da professionelle Hilfe in Anspruch genommen zu haben bzw. zu „müssen“. Was er draus macht, liegt wiederrum nicht in Deiner Hand.
Zitat
Danke für eure Antworten. Ich bin immer noch unter Schock und habe für diesen Beitrag jetzt ewig gebraucht weil ich immer und immer wieder anfange zu heulen. Ich bin einfach nur am Ende.
Irgendwie drängt sich mir bei Deinen Thread der Gedanke auf, das Dein schlechter Gemütszustand auch damit zusammenhängen könnte, das Du Dich bis dato sehr für Deinen Partner aufgeopfert hast und diese Rolle nun auch so radikal weggebrochen ist. Denn auch in der Versorgerrolle – so selbstschädigend diese auch sein mag – zieht man letztlich einen Nutzen.
Zitat
Andererseits hat er versucht sich das Leben zu nehmen. Das muss man sich mal vorstellen. Wie es einem dann gehen muss.
Ja aber das WAR und ist auch nicht mehr Dein Problem nach der Trennung.
Lass das mit dem Gespräch. Und auf keinen Fall werden Briefe abgeschickt (oder anderer schriftlicher Kram) !!!
Liebe Grüße, Nora.
Zitat von Mia im Beitrag #10
Litlamin ich weiß auch nicht mehr was richtig ist. Ob es wirklich richtig sich so sehr um einen Partner zu kümmern und für ihn da zu sein. Ich meine, was habe ich nun davon? Er lässt mich mit meinem Kummer alleine.
Was du sagst mit dem Zuhause. Ich fühle auch nicht mehr zuhause, weißt du was ich meine? Andererseits hat er versucht sich das Leben zu nehmen. Das muss man sich mal vorstellen. Wie es einem dann gehen muss. Und wenn ich schon nicht an ihn ran komme. Ich bin gerade sehr aufgewühlt. Werde jetzt erstmal schlafen. Den Chat werde ich bestimmt benutzen danke! Bis später.
Muss mich grad noch zusammenreissen sonst wird meine Antwort zwar deutlich aber nicht hilfreich!
The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.

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Hallo Zusammen.
Danke das ihr euch die zeit genommen habt und mir weiter geantwortet hat.
Micha:
Ich hatte heute Nacht einen merkwürdigen Traum. Wahrscheinlich habe ich das Forum in meinen Schlaf mitgenommen :-)
Ich bin aufgewacht und fühlte mich anders. Ich kann es nicht beschreiben aber ich hatte keine Lust noch so einen Tag wie die letzten zu verbringen.
Ja und dann habe ich deinen Tipp befolgt. Ich habe mich sogar etwas zurecht gemacht und bin spazieren gegangen. Es tat mir unheimlich gut. Ich war 3 Stunden unterwegs und danach hatte ich einen viel freieren Kopf und: Hunger! :-)
Ich fühlte mich so stark das ich in dem Café frühstücken war indem wir auch oft zusammen waren. Es war komisch aber erträglich. Und mich hat tatsählich jemand angeflirtet. Das war auch komisch aber es hat mir noch ein bisschen mehr Mut gemacht.
Es hat funktioniert zu essen. Endlich! Ich habe mir deswegen Gedanken gemacht. Ich glaube weil ich bis jetzt mit niemanden wirklich gesprochen habe (auch über den Selbstmord nicht, dass wollte er verständlicherweise nicht), hat mich das vielleicht erdrückt, mir die Kehle zugeschnürt. Mein Post gestern war der erste Output für mich. Ich habe ihn mir gerade nochmal durchgelesen. Ud jetzt mit etwas freierem Kopf kommt er mir objektiv betrachtet schon etwas sehr verzweifelt vor.
Ich habe heute auch einiges hier gelesen. Und ich merke immer mehr das es wichtig ist etwas für mich zu tun und es falsch war das solange zu vernachlässigen. Im Prinzip habe ich viel falsch gemacht, ich hätte mich vorher intensiver mit Beziehungen beschäftigen sollen.
Ich schreibe, er hat endlich wieder gelacht. Warum aber hat es mich nicht interessiert ob ich lache?
Ich bin einfach froh das ich den ersten Tag habe an dem es mir besser geht!
Da ist noch Stärke in mir! Und ich bin nicht dumm, habe schon viel erreicht und geschafft. Das schaffe ich auch.
Ich danke dir für den Tipp mit dem Spazierengehen und das ich mich um mich selbst kümmern soll auch an dich litlamin für deine Worte. Das hat mein Denken erstmal in eine andere, bessere Richtung gebracht.
Ich hoffe nur, dass es anhält.
Natürlich bin ich trotzdem auch heute traurig gewesen und habe auch zwischendurch mit Tränen gekämpft.
Aber im Großen und Ganzen ist es ein guter Tag, ein viel besserer als die letzten.
Sehe mir jetzt die anderen Antworten an.
Drei Stunden unterwegs. So hab ich mir das vorgestellt. 
Freut mich, dass dir das geholfen hat :)
Hallo Nora!
Dein Beitrag war für mich sehr augenöffnend. Es ist wirklich nicht verkehrt wenn meine festgefahrenen Gedanken auseinandergenommen werden. Ich bin wirklich fest gefahren! Ich versuche das mal mit dem zitieren aber ich weiß nicht wie gut es klappt.
Zitat von Nora im Beitrag #13
Hi Mia,Zitat
willkommen in unserer kuscheligen Runde. Stimmt, der Heulsmiley ist weg. Dann nehmen wir eben diesen hier:
Und nun genug Weichgespüle und zum Wesentlichen.
Danke für das Willkommenheißen! Und in Ordnung wesentlich ist gut.
[quote]Nochmal bildlich erklärt: Der Junkie auf H wird nicht dadurch clean, wenn er sich weiterhin vereinzelte Dosen seines Stoffes verabreicht. Dann bleibt er ewig an der Nadel hängen. Und nach jeder kleinen Dosis steigt der Drang doch noch mehr zu konsumieren, weil es so gut tut (oder eben nicht – Hauptsache der Stoff ist da).
Bilder und ähnliches habe ich schon letzte Woche weggeräumt. Es fällt schwer. Es ist wenig zweckmäßig seine Rufnummer zu löschen, ich kenne sie in- und auswendig. Ich bin weder auf Facebook noch auf sonstigen Socialmediagedöns. Das war bisher nichts für mich. Er hat noch seine ganzen Sachen hier und ich hoffe, dass er sie bald abholt damit ich auch zuhause etwas aufatmen kann. Aber ich verstehe was du meinst und ich bin bereit auf Entzug zu gehen, denn alles andere macht mich kaputt das spüre ich.
Zitat
Dass Du die KS jetzt dringlich durchziehen solltest, erklärt sich von selber. Lies Dich auch noch einmal ausführlich in den Ratgebern dazu ein. Wir können hier immer nur mal wieder die Kurzform wiedergeben. Und wenn es sein muss, dann lies das Kapitel zur KS x-Mal. Druck es Dir aus, vergrößere es und häng es Dir von mir aus in jedes Zimmer Deiner Wohnung. Wenn Du Fragen hast, immer her damit.
Das werde ich mir gleich durchlesen.
Zitat
Oder doch nicht? Stopp! Da war doch noch was: Richtig. Reflektier das mal in Ruhe für Dich selber. Unterstützung in einer Partnerschaft zu geben ist völlig legitim. Aber eine intakte Beziehung lebt vom Gleichgewicht. Warum konnte sich diese Situation so entwickeln? Verständnis hin oder her. Aber sobald der Partner anfängt, so ein Verhalten an den Tag zu legen und Frau trotzdem immer wieder Verständnis und Entschuldigungen für ihn findet, stimmt irgendetwas nicht.
Ich muss dazu sagen, dass er mir in einer sehr schweren Zeit sehr geholfen hat. Vielleicht hätte ich all das sonst auch nicht mitgemacht, dass weiß ich nicht. Aber ich merke auch beim lesen meiner eigenen Worte oben, dass da etwas mit mir nicht stimmt. Ich möchte herausfinden was und es ändern. Ob ich mit ihm dann noch eine Chance haben werde das weiß ich nicht. Aber alles zusammen die letzten Tage macht mir klar ich muss mich jetzt zuerst um mich kümmern sonst wird nichts mehr funktionieren.
Zitat
Für mich drängt sich da die Frage auf: War es für ihn Glück? Oder einfach nur Bequemlichkeit? Weil Mia macht das alles schon?
Letztendlich kann ich dir nichts dazu sagen. Ich dachte ich kenne ihn, aber ich kenne ihn nicht. Auch nicht nach 4 jahren. Ich weiß nicht was es für ihn war. Eins steht fest, nicht dasselbe wie für mich. Du hast Recht, man stellt nicht die Frage ob jemand glücklich ist mit einem, wenn man es spürt das alles in Ordnung ist. Natürlich habe ich das gefühlt, ich wollte es vielleicht nicht wahrhaben.
Zitat
Ich kann Dir das gut nachfühlen. Auch das Gefühl der Ohnmacht das Du da wohl gehabt haben musst. Aber und das ist ganz wichtig das Du das verinnerlichst: Wenn jemand nicht will, kannst Du nichts machen. Damit ein Mensch etwas unternimmt, muss der Leidensdruck groß sein. Irgendwann kannst Du dann zum Selbstschutz nur noch die Mühen einstellen. Zwar mit dem Angebot da zu sein, aber nur dann wenn der Wille zur Veränderung bei dem Betroffenen besteht. Angehörige die selbst emotional in der Sache verwickelt sind, sind immer die schlechtesten Ratgeber. Leider.
Das habe ich gemerkt :-(
Zitat
Was heißt aggressiv?
Er wurde depressiv und wenn er trank wurde er unausstehlich. Er meckerte und jammerte über das Leben und über seine Arbeit. Irgendwann fing er an mich zu beleidigen. Und ja er hat mich einmal geschlagen als er sehr betrunken war. Ich wurde noch nie von jemanden geschlagen und ich muss sagen, ich habe zurückgeschlagen. Mit der Faust. Seine Nase war angebrochen. Damals hatte ich Schuldgefühle (der Streit war beendet, er wimmerte wie ein Mädchen er war ja betrunken) aber er hat mich niemals wieder angerührt und deswegen war es vielleicht das richtige. Ich hatte aber nicht darüber nachgedacht. Die Faust flog einfach! Möglicherweise war ich kurzzeitig ja nicht bei Sinnen. :-) Unzurechnungsfähig!
Zitat
Irgendwie drängt sich mir bei Deinen Thread der Gedanke auf, das Dein schlechter Gemütszustand auch damit zusammenhängen könnte, das Du Dich bis dato sehr für Deinen Partner aufgeopfert hast und diese Rolle nun auch so radikal weggebrochen ist. Denn auch in der Versorgerrolle – so selbstschädigend diese auch sein mag – zieht man letztlich einen Nutzen.
hast du Erfahrung damit? Das ist scheinbar mein Problem. Wenn ich sehe aus was für lächerlichen Gründen (aus meiner Sicht) sich manch eine Frau trennt oder einen großen Streit vom Zaun bricht und andersherum ich wirklich viel geschluckt habe, wofür sollte man das brauchen, was für einen Nutzen meinst du?
Er meldet sich nicht bei mir. Es macht mich sauer das ich ihm so egal bin. Aber mit Wut kann ich besser umgehen merke ich. Ich glaube die letzten 2 Jahre haben mich einfach völlig überfordert und ich habe keinen Ausweg gesehen.
Jetzt mal KS lesen.
Zitat von Mia im Beitrag #18
ich habe zurückgeschlagen. Mit der Faust. Seine Nase war angebrochen. Damals hatte ich Schuldgefühle (der Streit war beendet, er wimmerte wie ein Mädchen er war ja betrunken) aber er hat mich niemals wieder angerührt und deswegen war es vielleicht das richtige. Ich hatte aber nicht darüber nachgedacht. Die Faust flog einfach! Möglicherweise war ich kurzzeitig ja nicht bei Sinnen. :-) Unzurechnungsfähig!
Ich will ihn auf keinen Fall anrufen. Aber ich habe einen Plan. Ich habe für mich beschlossen endlich mit meiner Familie zu reden, über alles! Und ich werde meinen Bruder fragen ob er mit ein paar Kollegen seine Sachen mit mir einpackt und die zu seiner Mutter bringt. Ich will nicht jeden Tag wissen das noch ein Anruf aussteht.
Da kann ich nur das Buch:
Eitle Beziehungen
...empfehlen. Lese das gerade (danke Bolshe) und dein Fall kommt mir verdammt bekannt vor.
Zitat von Mia im Beitrag #21
Ich will ihn auf keinen Fall anrufen. Aber ich habe einen Plan. Ich habe für mich beschlossen endlich mit meiner Familie zu reden, über alles! Und ich werde meinen Bruder fragen ob er mit ein paar Kollegen seine Sachen mit mir einpackt und die zu seiner Mutter bringt. Ich will nicht jeden Tag wissen das noch ein Anruf aussteht.
The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.

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Danke für den Buchtipp! Ich werde mir das mal anschauen. Ich habe mich ein bisschen stärker durch das Forum gelesen. Mir wird immer schlechter. Vor mir selbst :-(
Hallo Koc,
Und dann frage ich mich immer wann er kommt um es abzuholen und das würde mich auch verrückt machen. Außerdem ist mein keller... "voll". Wäre also mehr Aufwand. Ich will hier nichts mehr von ihm haben ich werde auch umdekorieren, ausziehen möchte ich erstmal nicht und versuchen mir ein Zuhausegefühl zurückzuerobern. Mein Handy ist aus. ich will nicht immer darauf schauen um zu gucken ob er sich gemeldet hat. Und bei jeder sms oder Anruf zusammenzucken. Ich mache es an wenn es mir gut geht und dann sehe ich was passiert ist. Ich werde jetzt erstmal dafür kämpfen das ich wieder hoch komme. Und nächste Woche gehe ich wieder arbeiten! Es reicht mir einfach. Ich habe auch nur ein Leben. Und das war viel zu lange von trauer und Angst geprägt. Dieses Forum ist einfach super. Es war so eine spontane Idee gestern. Und innerhalb eines Tages fühle ich mich einfach schon anders. Meine Gedanken gehen in eine andere Richtung. In meine Richtung, nicht in seine.
Deshalb sollst ihm ja einen Termin setzen zu dem er das Zeug abholen soll.
The most loving women are the women who will test you the most. She wants you to be your fullest, most magnificent self. She won’t settle for anything less. She knows it is true of you. She knows in your deepest heart you are free, you are Shiva. Anything less than that she will torment. And, as you know, she’s quite good at it.

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